Anja Wicker

Berichte

Stuttgarter Nachrichten vom 12.03.2014

Titelseite - das hat man auch nicht alle Tage

Presseartikel

 




Siegerehrung für Platz 2

14.02. – 16.02.2014 Internationale Deutsche Meisterschaften

Die letzten Wettkämpfe vor Sotschi waren die Internationalen Deutschen Meisterschaften am Notschrei. Nachdem ich zuvor mit der Nationalmannschaft zwölf Tage im Trainingslager in Livigno war, stand am Freitagabend ein Nachtbiathlon über sechs Kilometer an. Die Bedingungen waren sehr gut, es gab genügend Schnee und die Temperaturen waren angenehm. So ging es nach den ersten beiden Kilometern zum Schießen. Alle fünf Scheiben fielen und so konnte ich direkt ohne Umweg wieder auf die Strecke. Beim zweiten Schießen ließ ich leider eine Scheibe stehen, weshalb eine Strafrunde fällig war. Trotzdem konnte ich diesen Biathlon gewinnen.

Beim Langlauf über 7,5 Kilometer ging ich am Samstagmorgen etwas müde auf die Strecke. Zusätzlich hatte ich meine Ski nicht frisch präpariert. Das war dann wohl auch der Grund, warum es in der Loipe nicht so gut lief. Hinter der Italienerin Francesca Porcellato belegte ich den zweiten Platz.

Am Abend wurde vom Veranstalter SV Kirchzarten die Siegerehrung für die ersten beiden Wettbewerbe durchgeführt. Ein großes Kompliment an alle Beteiligten, das haben sie, wie auch die Wettkämpfe, wirklich gut organisiert.

Am Sonntag war zum Abschluss ein Langlauf über fünf Kilometer zu absolvieren. Mit frisch gerichteten Ski lief es auf der Strecke gleich viel besser. Trotzdem musste ich mich wieder um sieben Sekunden geschlagen geben. Kein Beinbruch, wichtig ist jetzt die Regeneration und das Trainingslager in Ridnaun, um der Laufform den letzten Schliff zu geben.

Am 04.03. geht es dann via Frankfurt nach Sotschi, am 08.03. steht dort der erste Wettkampf an.


 

...und action!

23. - 26.01.2014 Biathlon Weltcup Oberried

Die Weltcupsaison ging am vergangenen Wochenende bereits wieder zuende. Nach drei anstrengenden Wochen habe ich deutlich gemerkt, dass meine Form noch verbesserungswürdig ist. Allerdings ist auch noch genug Zeit, sich auf die Paralympics in Sotschi vorzubereiten. Mit zwei Trainigslagern in Livigno und Ridnaun werden wir bei hoffentlich besten Bedingungen die Grundlagen für gute Leistungen legen können.

In Oberrried waren insgesamt sehr gute Bedingungen. Vor allem am Samstag, beim langen Biathlon über 12,5 Kilometer, war ein Traumwetter. Nur der Neuschnee hatte über Nacht die Loipen langsam gemacht. Aber damit hatten alle zu kämpfen. Es waren viele Fans an der Strecke, das ist bei uns relativ selten. Ich denke, es wurde guter Sport geboten, so dass sich das Zuschauen gelohnt hat.

Mein Schießen war nicht zufriedenstellend, ich musste da wohl meinen schwindenden Kräften Tribut zollen. Zwei zehnte und ein neunter Platz waren folglich die Ergebnisse des Weltcupfinales für mich. Es gab in allen Disziplinen eine große russische Dominanz. So holten die Athleten aus dem Gastgeberland der Paralympics vierzehn der achtzehn Medaillen. Das wird für alle Nationen in Sotschi richtig schwer, dieser starken Mannschaft ein paar Podestplätze abzuluchsen. Aber wir arbeiten daran;)



 

Entspannung im Athletenzelt

16.01. - 19.01.2014 Langlauf-Weltcupfinale in Oberstdorf

Schnee in Oberstdorf, das war nach dem bisherigen Winter nicht unbedingt zu erwarten. Und doch habe die Organisatoren wunderbar präparierte Loipen in den Restschnee gezaubert. So konnte ein großes Starterfeld drei Wettbewerbe über die lange und mittlere Strecke sowie den Sprint in Angriff nehmen. Insgesamt waren über 100 Starter aus vielen Ländern nach Oberstdorf gekommen, um sich für Sotschi die letzte Standortbestimmung zu holen oder auch wie ich, sich noch sicher zu qualifizieren.

Das ist mir dann am Samstag beim Sprintprolog gelungen. Über die 1,2 Kilometer konnte ich mit 3:03 Minuten einen sechsten Platz erreichen und vor allem waren es auf Platz eins nur acht Sekunden. Somit war die Norm, die der Deutsche Behinderten Sportverband fordert, erfüllt.

Jetzt kann der Biathlon-Weltcup vom 23.01. -26.01.2014 in Oberried kommen. Ich werde da nochmal alles geben und vor allem mein Schießen unter Wettkampfbedingungen testen. Danach kommt eine längere Trainigsphase, die Mitte Februar von den deutschen Meisterschaften unterbrochen wird.

 

08.01. - 12.01.2014 Weltcup in Vuokatti

Nach überstandener Krankheit und der daraus resultierenden zweiwöchigen Trainingspause lief der Weltcup für mich nicht wunschgemäß. Mir fehlte deutlich die Kraft, um mit den Besten mithalten zu können. Dementsprechend sind meine Platzierungen durchwachsen ausgefallen. Ich sehe es jetzt eben als verschärftes Training, um nächste Woche in Oberstdorf hoffentlich in besserer Form anzugreifen. Es wird dort wieder ein ganz starkes Feld antreten, wie es hier in Finnland auch am Start war.

Nachdem im Langlauf noch deutlich die Power fehlte, ging es in der Biathlon-Verfolgung über 10 km schon deutlich besser. Vor allen das Schießen war mit nur einem Fehler bei 20 Schuss recht ordentlich. So konnte ich mich vom 10. Platz des kurzen Biathlon (über 6 km) noch auf den 7. Platz vorarbeiten. Das war ein versöhnlicher Abschluss.





 

07.07.2013 Heidelberg Marathon

Vergangenen Sonntag startete ich bei meinem letzten Handbikerennen für diese Saison. Das Rennen fand in Heidelberg statt. Das besondere dort ist, dass wir Handbiker im Mittelpunkt stehen. Das Starterfeld war riesig, über 200 Handbiker waren gemeldet, darunter auch 14 Frauen.

Man kann wählen zwischen Halbmarathon und Marathon, ich bin den Marathon gefahren. Die Zeit für die 42 km wird schon vor dem Ziel genommen, da die Strecke insgesamt 44km lang ist.
Ich habe mich vor allem auf den Streckenabschnitt in Neckargemünd gefreut, da ich dort oft mit dem Auto gefahren bin, als ich vor zwei Jahren meinen Führerschein bei der Fahrschule Zawatzky gemacht habe. Die Geschwindigkeit war zwar nicht vergleichbar, aber die Höhe des Pulsschlags hat ungefähr gepasst.

Das Einzige was ich wollte, war eine gute Gruppe zu finden mit der ich fahren kann. Natürlich wurde mir dieser Wunsch nicht erfüllt und ich bin fast das gesamte Rennen allein unterwegs gewesen. Es gibt praktisch keine Anstiege, also kommt mir die Strecke so gar nicht entgegen. Dazu kam noch, dass es ziemlich windig war. Da die Strecke am Neckar entlang geht, hat man zehn Kilometer lang Gegenwind, bevor die Wende kommt. In der zweiten Runde war der Wind dann noch stärker.
Spaß hat es trotzdem gemacht und vor allem war es ein richtig gutes Training.
Am Ende kam ich nach einer Zeit von 01:44:15 Std. ins Ziel, die Marathonzeit war 01:38:02 Std.

Jetzt steht erstmal jede Menge Training auf Skirollern an, bevor die nächste Wintersaison mit dem Langlauf- und Biathlonweltcup in Kanada im Dezember los geht.

 

23.06.2013 Stuttgart

Gestern fand der 20. Stuttgart-Lauf statt. Im Gegensatz zum letzten Jahr war auch ich wieder am Start. Seit dem Jahr 2004 war ich bis auf das letzte Mal immer dabei.
Endlich ging es damit auch für mich wieder auf die altbekannte Halbmarathonstrecke zurück. Sie ist um Einiges schöner zu fahren als der Kurs durch die Innenstadt, da es weniger Kurven, kein Kopfsteinpflaster und dafür mehr Zuschauer gibt.

Der Startschuss fiel recht früh, schon um 08.15 Uhr. Mein Ziel war es in meinen Heimrennen den ersten Platz zu erreichen. Kurz nach dem Start hatte ich ziemlich müde Arme, was sich im Laufe des Rennens zum Glück änderte.
Die Temperaturen waren sehr angenehm und trocken blieb es ausnahmsweise auch mal. Den größten Teil der Stecke bin ich allein gefahren, so konnte ich mein eigenes Tempo vorlegen.
Da es einige Steigungen gibt, kommt mir die Strecke sehr entgegen. Bis drei Kilometer vor dem Ziel konnte ich meine Mitstreiterin noch nicht wirklich abschütteln. Aber da es zum Ende hin noch mal bergauf geht, konnte ich meine Stärke nutzen und mich absetzen.

Kurz vor der Mercedes-Benz Arena war das Ziel für die Handbiker und Inliner. Nach 47:25 Minuten fuhr ich als erste Frau über die Ziellinie.
Es ist immer schön ein Rennen zu gewinnen, aber natürlich noch schöner, wenn es das Heimrennen ist.

Diese Woche stelle ich meinen Trainingsschwerpunkt vom Handbike wieder auf den Schlitten bzw. Skiroller um. Trotzdem werde ich noch in zwei Wochen beim Rollstuhlmarathon in Heidelberg an den Start gehen. Und dank der 7,5 Kg Nudeln, die ich gestern noch vom Sponsor des Pro Activ Teams - Albgold -bekommen habe, dürfte ich bis dahin zumindest nicht verhungern.

 

Mannheim Marathon 08.06.2013

Nachdem ich mit dem Halbmarathon in Mainz überhaupt nicht zufrieden war, habe ich mich auf das nächste Rennen besonders gefreut.
Am Samstag stand der Mannheim Marathon an. Das ist ein besonderer Wettkampf, da erst abends um 18.15 Uhr gestartet wird. Ich konnte es kaum glauben, als sich am Start sogar die Sonne zeigte. Die vergangenen Jahre hatte ich doch eher immer Pech bei meinen Rennen.

Im Vergleich zu Mainz hat auch mit meinem Bike jetzt alles soweit gepasst. Ich habe ein paar Verbesserungen vornehmen lassen, sodass in technischer Sicht einem guten Rennen nichts mehr im Wege stehen sollte.
Das Starterfeld war ziemlich groß, 94 Handbiker, darunter auch einige Frauen.
Der Startschuss fiel pünktlich. Die ersten zwei Kilometer war ich allein unterwegs, aber dann konnte ich zu einer kleineren Gruppe aufschließen, in der auch zwei Frauen waren.
Das zusammen Fahren hat gut geklappt, so dass ich bis Kilometer 37 bei der Gruppe geblieben bin.
Da ich mich richtig gut gefühlt habe, habe ich dann beim letzten großen Anstieg Gas gegeben und konnte mich von der Gruppe ablösen.
Die letzten Kilometer habe ich dann ohne Begleitung absolviert.
Nach 01:41:06 Std. bin ich ins Ziel gekommen. Meine Zeit vom letzen Mannheim Marathon vor zwei Jahren konnte ich verbessern, aber noch schöner: Ich bin als zweite Frau ins Ziel gekommen, hinter Nadja Schumacher.
Ein rundum gelungenes Rennen und vor allem ein hervorragendes Training unter Wettkampfbedingungen. Nun muss ich mir erstmal überlegen, was ich mit meinen fünf Liter Rothaus Bier mache, die es unter Anderem als Preis gab.

In den nächsten beiden Wochen konzentriere ich mich auf den Stuttgart Lauf am 23.06.13 - mein persönliches Handbike Highlight.

 

12.05.2013 Gutenberg Marathon Mainz

Letzten Sonntag ging in Mainz meine Handbike Saison los.
Ich war besonders gespannt, da ich seit gut vier Wochen ein neues Handbike von Pro Activ habe.
Es ist etwas länger und schwerer, aber dafür liege ich jetzt viel flacher und tiefer, was natürlich sehr aerodynamisch ist. Dazu kommt, dass es viel leichter läuft. Immerhin ist mein altes Bike auch schon neun Jahre alt.
Wie die letzten Jahre waren für den Rennsonntag Regen und eher herbstliche Temperaturen vorhergesagt.
Am Morgen vor dem Rennen regnete es tatsächlich, sodass ich mich entschied mich auf der Rolle unter dem Dach des Hoteleingangs warm zu fahren. Es reicht ja, wenn man während des Rennens nass bis auf die Socken wird.
Am Start war es dann doch auch recht frisch, aber wenigstens kam von oben nichts mehr Nasses, so blieb es auch im Verlauf des Halbmarathons.
Um 9.20 Uhr fiel der Startschuss. Der Spaß begann, denn leider habe ich mich vom ersten Meter einfach richtig müde gefühlt. Zudem kommt leider, dass ich in meinem neuen Bike noch nicht wirklich gut fixiert bin , sodass ich bei jedem noch so kleine Schlagloch auf meinem Sitz noch weiter nach unten gerutscht bin.
Zum Glück habe ich einen anderen Handbiker gefunden, der das gleiche Tempo gefahren ist wie ich. Dann konnte ich wenigstens ein bisschen den Windschatten nutzen.
Komischerweise ging das Rennen trotzdem recht schnell zu Ende. Wahrscheinlich weil ich schon zum achten Mal in Mainz am Start war und ich die Strecke mittlerweile in und auswendig kenne.
Im Ziel stand nachher eine Zeit vom 00:53:17 Std. und Platz 5 - nicht wirklich berauschend. Fast die gleiche Zeit bin ich im vergangenen Jahr mit meinem alten Bike auch gefahren.
Aber noch stimmen einige technische Dinge am neuen Handbike nicht, da muss noch ein wenig gearbeitet werden.
Ich hoffe, dass die Probleme bis zum Mannheim Marathon am 08.06. behoben sind und ich körperlich frischer bin.

Vielen Dank an Josef Pollauf und sein Team, es war wie immer alles bestens organisiert.

 

Wiedersehen 2014 in Sotschi?

13.03.-22.03.13 Weltcupfinale Sochi

Nach der WM in Schweden hatte ich nur ein paar Tage, um mich zu erholen.
Am 13.03. ging es schon weiter zu den Pre-Paralympics in Sochi (Russland), gleichzeitig war das auch das Weltcupfinale.
Wir waren alle schon sehr gespannt, was uns dort erwarten würde.

Der Flug ging von Frankfurt über Moskau nach Sochi. Wir kamen nach Mitternacht an, kaum aus dem Flughafengebäude draußen, konnten wir unsere dicken Winterklamotten gleich wieder ausziehen. Es hatte über 10°C. Anstatt dick verschneiter Tannen, gibt es in Sochi Palmen, ganz typisch für Wintersportorte.
Vom Flughafen ging es mit Bussen knapp zwei Stunden in die Berge nach Krasnaya Polyana, wo die Alpinen und Nordischen Wettkämpfe ausgerichtet werden.
Und es ging immer noch weiter, da wir auf 1400m hoch mussten, zu unseren Unterkünften. So fanden wir uns in der kuriosen Situation, nachts um 3 Uhr noch mit der Gondel zu fahren. Anders kommt man dort nicht hoch. Aber es hat sich gelohnt, jedes Team hatte eigene Häuser. Ganz neu gebaut und super ausgestattet.

Nach einer kurzen Nacht, erholten wir uns erstmal vor unserer Hütte kurzärmlig(!!!) in der Sonne. Mittags ging es dann endlich auf die Liopen, ich war schon sehr gespannt. An die Strecke ging es nur mit Skidoos, für uns Rollifahrer gab es einen Anhänger, auf den wir mitsamt Rollstühlen fahren konnten.
Dort angekommen, kam ziemlich schnell die Frage auf, wie der Schnee das warme Wetter die ganze Woche noch überstehen sollte. Die Bedingungen waren grenzwertig. Am nächsten Tag waren die Bedingungen noch schlechter. Es war einfach zu warm. Nachmittags hatten wir knapp 20°C!

Samstags sollte der erste Wettkampf stattfinden, die Langlauf Langstrecke.
Auf dem Weg zum Frühstück waren wir uns schon nicht mehr so sicher. Auf einem Haus in der Siedlung lag eine umgestürzte Tanne. Im Restaurant, in dem alle Teams verpflegt wurden, herrschte schon helle Aufregung. In der Nacht wütete ein Sturm und riss mehrere Bäume um, auch an der Strecke, alle Absperrungen wurden weggefegt und auch die Zeitmessung hat es erwischt. Deshalb wurde das Rennen abgesagt. Den Schneeverhältnissen haben der Sturm und der Regen natürlich auch nicht gut getan.

Bis abends war nicht klar, ob der Langlaufsprint am nächsten Tag gestartet werden konnte. Da dieser aber praktisch nur im Langlaufstadion stattfand, wo noch am meisten Schnee lag, konnten wir starten.
Ich habe mich sehr darauf gefreut, endlich ging es mit den Wettkämpfen los. Der Prolog lief sehr gut, ich hatte die drittbeste Zeit. Das hieß ab ins Halbfinale. Dort starteten in den zwei Läufen jeweils sechs Athletinnen. Da zwei hochprozentigere Starterinnen bei mir im Lauf waren, durften diese sieben Sekunden vor mir los. Danach wurde ich dann noch mal von drei gejagt. Die zwei vor mir konnte ich am ersten Anstieg schon überholen und es sah klar nach einem Weiterkommen ins Finale aus. Doch dann erwischte ich einen Schlag in der Spur und stürzte. Bis ich wieder in der Spur stand, war ich nur noch an fünfter Position. Das war’s also mit dem Finale. Mir blieb nur Platz neun.

Und dann kam das Wunder, es wurde kälter und begann tatsächlich zu schneien.
Am kommenden Tag konnte so der entfallene Langlauf nachgeholt werden. Das hieß viermal eine drei Kilometer Runde zu absolvieren.
Diese Langstrecke war meine bisher beste, ich wurde vierte. Ein tolles Rennen und ein super Ergebnis für mich.

Dann kam ein Ruhetag für mich. Die Staffel stand an, in der unsere drei Läufer Martin Fleig, Willi Brem (Guide Florian Grimm) und Andrea Eskau auf dem dritten Platz, hinter Russland und der Ukraine gelandet sind.

Für die letzten zwei Wettkampftage standen dann noch zwei Biathlons an.
Los ging es mit dem Sprint. Läuferisch ging es wie in den letzten Wettkämpfen bei mir richtig gut, so gut, dass ich unbedingt eine längere Strecke wollte und zweimal die Strafrunde besucht habe. Mit zwei Fehlern landete ich auf dem sechsten Platz.

Zum Schluss stand der Lange Biathlon auf dem Plan, 12,5 km und viermal Schießen, pro Fehler eine Minute Strafe. Beim Laufen habe ich mich nicht mehr ganz so frisch gefühlt, aber gut lief es trotzdem. Die Bedingungen waren ziemlich langsam, aber das ging ja allen so.
Beim ersten Schießen blieb ich fehlerfrei, beim zweiten leistete ich mir einen Fehler. Auf der Strecke bekam ich die Info, dass ich auf Platz fünf liege. Was mir mit einem Fehler logisch vorkam. Die dritte Serie lief wieder super und ich traf alle fünf Scheiben. Die Info auf der Strecke lautete wieder Platz fünf. Dann kam das letzte Schießen, ich begann mit einem Fehler, traf dann aber die restlichen Scheiben. Jetzt wollte ich den Platz einfach noch nach Hause bringen, da ich vom Stadionsprecher wusste, dass die anderen gut geschossen hatten. Im Ziel wurde es dann plötzlich laut, ich wusste nicht weshalb. Dann herrschte bei den Trainern und mir Verwirrung weil es hieß ich bin Dritte, was sich auch als richtig rausstellte. Wir waren alle sehr überrascht, vor allem ich.
Ich bin aber so schnell auf der Strecke gewesen, dass ich die zwei Strafminuten rausgelaufen bin. Ein toller Abschluss einer super Saison!

Besser hätte diese für mich nicht laufen können, ich habe mehr erreicht als ich mir jemals erträumt habe. Die Silbermedaille bei der WM ist natürlich mit Abstand das größte Highlight!!!

Jetzt freue ich mich erstmal auf ein paar trainingsfreie Tage, bevor es dann mit dem Studium weiter- und den Handbikerennen losgeht. Und natürlich viel wichtiger - mit der Vorbereitung auf die kommende Wintersaison mit dem Höhepunkt Paralympics 2014 in Sochi.

 

Bericht WM Solleftea, Schweden, 25.02. – 05.03.2013

Mit ein paar Tagen Abstand zur IPC Nordic Skiing World Championship in Solleftea, kommt jetzt mein Bericht.
Hätte mir im Voraus jemand gesagt, mit welchen Ergebnissen ich wieder nach Hause fahre, ich hätte ihn für verrückt erklärt.
In so einem starken Starterfeld bin ich noch nie gestartet. Genau so kann man das Starterfeld auch nächstes Jahr bei den Paralympics erwarten.
Schon mit dem ersten Rennen habe ich eine Topplatzierung erreicht. Der vierte Platz im Sprint war der Wahnsinn.
Danach der sechste Platz im langen Langlauf. Es war mein bestes Rennen auf dieser Distanz.
Mit dem Start der Biathlonwettkämpfe ging das Lotteriespiel los. Die ganze Woche windete es schon sehr stark.
Als erstes war der Biathlonsprint, das absolute Highlight meiner bisherigen sportlichen Laufbahn, an der Reihe. Nach den zwei Fehlern beim ersten Schießen, habe ich fast nicht mehr an eine sehr gute Platzierung geglaubt. Auf der Strecke lief es allerdings gut und beim zweiten Mal am Schießstand blieb ich fehlerfrei. Danach ahnte ich, dass es gut wird. Niemals aber habe ich damit gerechnet auf dem Podium zu landen.
Die Silbermedaille war eine totale Überraschung und ich habe eine ganze Weile gebraucht es zu verstehen.
Der nächste Wettkampf war eher zum vergessen, zu viele Fehler beim Schießen, da war der Wettkampf gelaufen.Der letzte Biathlon war mein bisher bester Wettkampf. Meine Laufzeit war überragend, leider habe ich mir eine Podiumsplatzierung beim letzten Schießen verschossen. Trotzdem bin ich mit dem vierten Platz, aber vor allem dem Rennen sehr, sehr zufrieden.
Am letzten Wettkampftag, der Langlaufmittelstrecke, habe ich die Anstrengungen der vergangenen Wettkämpfe dann doch gespürt. Ich bin nicht mehr wirklich in die Gänge gekommen. Habe mein bestes versucht, landete dennoch nur auf dem 10. Platz.
Das konnte mir meinen Stolz nicht nehmen. Es waren wirklich schöne Wettkämpfe, die sehr viel Spaß gemacht haben.
Ich bin überglücklich über die vier Topplatzierungen.
Auch die Stimmung in der Mannschaft war überragend. Wir hatten viel zu lachen. Mit dem Wetter hatten wir Glück. Die Strecken waren sehr anspruchsvoll, das kommt mir aber eher entgegen.
Jetzt heißt es schon wieder Koffer packen. Morgen geht es nach Sochi (Russland) zu den Pre-Paralympics. Gleichzeitig ist es auch das Weltcupfinale der Saison. Ich bin sehr gespannt wie dort wird. Vor allem heißt es, die Wettkampfstrecken gut kennen zu lernen und sich an die dortigen Gegebenheiten zu gewöhnen.
Wird auf jeden Fall wieder ein Abenteuer, auf das ich sehr neugierig bin.

 

08.02.-10.02.13 DM Isny und Nesselwang

Mit ein bisschen Verspätung kommt hier mein Bericht zu den Deutschen Meisterschaften Ski Nordisch und Biathlon 2013.
Wie üblich bei unseren Meisterschaften beginnt alles mit einem Langlaufsprint am Freitagabend, bei Flutlicht.
Bei regem Schneetreiben fand das Rennen statt. Aber über zu viel Schnee, will ich mich nicht beklagen, da eine Woche vorher in Isny kein einziger Zentimeter lag und wir dachten, dass die DM abgesagt werden muss.
Dieses Jahr gab es ein recht großes Teilnehmerfeld, da die Meisterschaften international ausgeschrieben wurden. So kamen Athleten aus Italien, Frankreich und Tschechien.
Meinen Wettkampf über 2,5km habe ich gewonnen. Hat sehr viel Spaß gemacht, da alle Schlittenfahrer und Steher jeweils im Massenstart gestartet sind. Ist mal etwas anderes.
Samstags stand der Biathlon über 6km in Nesselwang an.
Beim Anschießen hatte ich allerdings schon Probleme mit meiner Waffe, sodass ich mit keinem allzu guten Gefühl ins Rennen bin und gleich viermal die Scheiben verfehlt habe. Läuferisch ging es allerdings richtig gut. Auch dieses Rennen beendete ich auf Platz eins.
Sonntags stand dann noch die Langlaufmittelstrecke über 5km auf dem Plan, diesmal wieder in Isny.
Es war ein perfekter Wintertag, es hat richtig viel Spaß gemacht bei optimalen Bedingungen an den Start zu gehen.
Ein perfekter Abschluss, vor allem weil ich auch dieses Rennen wieder gewann.

Direkt nach den Meisterschaften fuhr ich mit der Nationalmannschaft zur WM Vorbereitung nach Ridnaun (Südtirol).
Die WM in Schweden Solleftea beginnt am 25.02.2013.
Mehr Infos folgen.


 

10.01.-22.01.13 Weltcup Cable/WI

Wie im letzten Jahr fand auch diese Saison ein Weltcup in Cable/WI statt.
Da ich nur gute Erinnerungen an diesen Weltcup habe, schließlich gewann ich dort meinen ersten Weltcup im Biathlon, wollte ich dieses Jahr auch wieder unbedingt dort hin.
Mir liegen und gefallen die Strecken dort sehr gut, allgemein kann man es in Cable gut aushalten.

Die Reise war extrem lang und ermüdend, wir waren über 30 Stunden unterwegs.
Trotzdem habe ich mich am Tag des ersten Wettkampfes fit gefühlt. Es ging los mit Langlauf, Mittelstrecke (5 km).
Das Rennen lief optimal, so konnte ich mir meinen ersten Weltcupsieg im Langlauf sichern, vor Colette Bourgonje (Kanada) und Francesca Porcelatto (Italien).

Am selben Abend hat mich die dort gerade kursierende Grippewelle eingeholt. Zuerst dachte ich, wenn ich die Nacht gut schlafe, kann ich am nächsten Tag starten. Diese Rechnung ging nicht ganz auf, denn am nächsten Morgen ging es mir kein Stück besser. Dazu kam noch, dass es meine Freundin und Zimmerpartnerin Vivian Hösch ebenfalls erwischt hat.
Die nächsten vier Tage verbrachte ich also im Bett, ohne das Zimmer auch nur einmal zu verlassen.
So hatte ich mir die USA Reise eindeutig nicht vorgestellt.
Eigentlich haben wir zu Beginn eher damit gerechnet, dass aufgrund von Schneemangels die Wettkämpfe ins Wasser fallen. Da die freiwilligen Helfer aber drei Tage lang mühevoll die Strecke präpariert haben, mit dem Schnee der zu finden war, war dieses Problem gelöst.
Nur gegen eine Erkältung kann keiner etwas machen.

Freitags habe ich dann einen Trainingsversuch gestartet, der auch geglückt ist.
Also konnte ich samstags wieder starten, so dass ich wenigstens einen Biathlonwettkampf machen konnte. Ich habe die Krankheit natürlich gespürt, sowohl beim Laufen als auch beim Schießen.
Trotzdem konnte ich mich am Ende über einen zweiten Platz hinter der Russin Nadezda Andreeva freuen. Wobei für mich hauptsächlich gezählt hat, noch einmal am Start stehen zu können.
Ich hoffe mit diesem krankheitsbedingten Ausfall ist die Sache für die Zukunft abgehakt.

 

Weltcup Vuokatti 2012

Weltcup Vuokatti 2012

09.12.-19.12.12 Weltcup Vuokatti

Mit etwas Verspätung kommt jetzt auch endlich mein Bericht vom ersten Weltcup der Saison.
Wie vergangenen März beim Weltcupfinale, haben wir wieder in Appartements gewohnt und selber gekocht. Wir haben uns richtig kreative Dinge ausgedacht, um uns von der laaaaangen Dunkelheit ab zu lenken.

Leider lag nicht ganz so viel Schnee, wie man eigentlich in Finnland erwartet. Daher wurden die Langlauf- und Biathlonwettkämpfe im Biathlonstadion ausgetragen, denn da waren die Strecken topp hergerichtet.
Begonnen hat der Weltcup mit zwei Langlaufwettbewerben.
Die Mittelstrecke (5km) machte den Anfang. Läuferisch war ich sehr zufrieden, am Ende landete ich auf Platz sieben.
Nach einem Tag Pause fand ein 2,5km Langlaufsprint statt. Mit meiner Leistung war ich auch hier zufrieden, was das Ergebnis nicht ganz widerspiegelt (Platz 8).
Danach war der Langlaufteil auch schon wieder beendet und es ging zum Biathlon.
Der Sprint stand als erstes auf dem Programm. Ich bin sehr gut in den Wettkampf gekommen. Mit einem Schießfehler in zwei Serien konnte ich auch leben. Für eine richtig gute Platzierung war er aber zu viel.

Für den Verfolger am nächsten Tag war es dennoch eine brauchbare Ausgangslage.
Ich durfte als Erste starten mit knapp über einer Minute Vorsprung. In diesem Wettkampf gewinnt diejenige, die auch zuerst über die Ziellinie fährt.
Für mich war der Wettkampf nach dem ersten Schießen allerdings praktisch beendet, da mir das falsche Gewehr gereicht wurde und ich dadurch ein kleines Verschnaufpäuschen am Schießstand abhalten konnte.
Dazu kam, dass ich auch noch fünf Fehler geschossen habe und einen Großteil des Wettkampfes in der Strafrunde verbringen durfte.
Als Abschluss stand der lange Biathlon an.
Ich wollte noch mal Alles aus mir rausholen, läuferisch ist mir das auch gut gelungen, am Schießstand in den ersten zwei Serien auch, danach schoss ich dreimal daneben.

So schnell wie der Weltcup kam, war er auch schon wieder vorbei.
Insgesamt bin ich zufrieden, es war kein schlechter Wettkampf dabei, aber auch kein herausragender. Am Schießen muss ich noch arbeiten, sonst bin ich auf einem guten Weg. Langweilig wird mir auf jeden Fall nicht.
Jetzt wünsche ich erstmal allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!!!

Deutsche Meisterschaften 13.01.-15.01.2012

Vergangenes Wochenende fanden in Nesselwang die Deutschen Meisterschaften Ski Nordisch und Biathlon statt.
Es lag leider nicht allzu viel Schnee, daher war die Strecke an allen drei Wettkampftagen sehr eisig.
Am Freitagabend ging es mit einem Langlaufsprint über 2km los. Samstags folgte der Biathlonsprint über 4,5km. Dieser lief für mich besonders gut, da ich es zum ersten Mal geschafft habe, alle Scheiben zu treffen, die es zu treffen galt. Zum Abschluss stand sonntags noch die Langlauf Mittelstrecke an. Bei allen drei Wettkämpfen landete ich auf dem 1. Platz.
So war das Wochenende die perfekte Vorbereitung für die anstehenden Weltcups in den USA. Am 23.01. geht das neue Abenteuer mit der Reise nach Cable (WI) los. Dort findet der erste von zwei Weltcups statt, nach einer Woche geht es nach Minneapolis (MN) weiter.


 

28.09.-02.10.12 Lehrgang Oberhof

Der Winter kommt eindeutig näher!
Vergangenes Wochenende fand der zweite große Nationalmannschaftslehrgang der neuen Saison in Oberhof (Thüringen) statt.
Dort konnte ich die ersten Schneekilometer in der DKB Skihalle absolvieren.
Ein wirklich schönes Gefühl nach langer Zeit wieder auf Ski anstatt Skiroller unterwegs zu sein.
Außerdem haben wir das sehr gute Wetter in Oberhof genutzt, um auch ein paar Einheiten draußen zu machen.
Das Highlight: Biathlontraining im Stadion in Oberhof wo im Winter der Weltcup der Nichtbehinderten stattfindet.

Auf jeden Fall hat das Trainieren auf Schnee die Vorfreude auf den ersten Weltcup im Dezember in Finnland noch mal deutlich gesteigert!


 

23.01.-03.02.2012 Weltcups in Cable (WI) und Minneapolis (MN), USA

Vom 23.01.-03.02.2012 fand mein persönliches Saison Highlight statt, die zwei Weltcups in den USA.
Die lange Reise hat sich definitiv gelohnt, da ich in fünf von sechs Rennen auf dem Podium gelandet bin. Und davon einmal ganz oben, im Biathlon über 10km!

Der erste Weltcup fand in Cable statt, als erstes der lange Langlauf. Hier landete ich auf dem vierten Platz. Offensichtlich habe ich dieses Rennen zum Einlaufen gebraucht, denn von dort an, war ich in einer sehr guten Verfassung. Als nächstes kamen die zwei Biathlon Wettkämpfe, im Sprint landete ich auf dem zweiten Platz, danach kam der unglaubliche Biathlon über 10km, bei dem ich meinen ersten Weltcupsieg feiern konnte. Zum Abschluss fand ein Langlauf über die mittlere Distanz statt, bei dem ich den zweiten Platz erreichte. Anschließend ging es nach Minneapolis für den zweiten Weltcup. Dort standen noch der Langlauf Sprint und nochmals die Langlauf Mittelstrecke aus. Hier rundeten die Plätze zwei und drei meine erfolgreiche Zeit in den USA ab.


 

Foto : Ruben Elstner

26.11.-04.12.2012 Livigno

nach zwei Lehrgängen in der Skihalle in Oberhof, ging es in den vergangen Tagen endlich wieder auf "echten" Schnee.
Wir waren zum Abschlusslehrgang, vor dem ersten Weltcup, in Livigno.
Die ersten beiden Tage war es Training für die Moral, da nicht viel Schnee lag und es sehr warm war.
Dadurch war der Schnee sehr langsam. Ich betrieb mehr Pfützenslalom als sonst was.

Danach schneite es aber fast zwei Tage, sodass genug Schnee da war und die Temperaturen wurden auch immer winterlicher.
Auch das Drumherum passt in Livigno immer sehr gut, leckere italienische Küche und ein richtig gemütliches Hotel. Da kann man es schon einmal eine Woche aushalten. Anschließend ging es noch zwei Tage nach Freiburg zum Trainieren.

Das waren noch mal wichtige Trainingstage vor dem Weltcup in Vuokatti, der am kommenden Dienstag startet.
Die Vorfreude ist riesengroß bei mir, schließlich habe ich lange genug trainiert, jetzt wird es Zeit für Wettkämpfe.
Hier kommt noch ein Link, auf dem die Ergebnisse des Weltcups zu finden sein werden.......

http://www.paralympic.org/NordicSkiing/Calendar

 

01.07.2012

Vor rund zwei Wochen kam in der Ausgabe der Stuttgarter Zeitung in der Nordrundschau ein Artikel über mich. Zu finden ist er unter der Rubrik Berichte.

Ansonsten stecke ich gerade mitten in der Vorbereitung für die kommende Saison. Das schöne ist, zu diesem Zeitpunkt kann ich noch ein bisschen mehr mit meinem Training variieren. Also fahre ich ein bisschen Handbike und schwimme.
Schwimmen trainiere ich aber im Moment vor allem, weil ich gerade dabei bin das Sportabzeichen zu machen. Ist ganz spannend mal ein paar andere Sportarten auszuprobieren. Und ich freue mich umso mehr wieder aufs Skirollern.

In gut zwei Wochen steht auch endlich der erste Nationalmannschaftslehrgang der Saison in Bad Krozingen an.

 

13.05.2012 ProActiv Cup Dotternhausen

So schnell wie die Handbike Saison begonnen hat, ist sie auch schon wieder vorbei.
Gestern war mein zweites Rennen und auch mein Letztes für dieses Jahr.
Die Bedingungen, waren wettertechnisch gesehen, deutlich besser, als die Woche davor in Mainz. Es waren zwar Temperaturen wie im Winter, aber dafür war es trocken, sonnig und hatte nur Windböen fast in Orkanstärke.
Ich habe mich sehr auf das Rennen gefreut, vor allem nachdem ich herausgefunden habe, dass fast alle Damen, mit denen ich in Mainz um Platz zwei gekämpft habe, auch wieder dabei waren.
Das Rennen in Dotternhausen findet auf einem etwas über 2km langen Rundkurs statt und ist gleichzeitig das Firmenfest von ProActiv.
Es wird eine Stunde und eine Runde gefahren.
Ich habe gleich vom Start an versucht mich an die ersten Damen zu hängen, um im Windschatten fahren zu können.
Da ich am Start etwas aufgehalten wurde, hatte ich Jeniffer Reiß und Kerstin Abele nach einer Runde eingeholt. Die Strecke kommt mir sehr entgegen, da sie doch etwas anspruchsvoller ist, als die meisten Stadtmarathons.
Ungefähr die Hälfte des Rennens sind Jeniffer und ich zusammen gefahren, dann habe ich am Anstieg etwas Gas gegeben und konnte eine kleine Lücke reißen, die sie in der Abfahrt jedoch wieder schließen konnte, so ging das bis zur vorletzten Runde.
Da habe ich am Anstieg noch mal alles gegeben und die Lücke wurde so groß, dass sie mich nicht mehr einholen konnte.
Ein schöner Abschluss meiner „Saison“, denn ich konnte mich richtig verausgaben. Jetzt erhole ich mich bis Mittwoch und dann geht’s los mit der Vorbereitung auf die Wintersaison 12/13 J!




 

31.01.2011

Vom 28.01. - 30.01.2011 waren die Deutschen Meisteschaften Ski Nordisch und Biathlon in Finsterau. Am Freitagabend war der Sprintwettkampf über 2,7 km. Bei arktischen Temperaturen mussten drei Runden um das Skistadion des SV Finsterau gefahren werden. Mit der Startnummer "1" habe ich die Meisterschaften eröffnet und landete auf dem 2. Platz.

Am Samstag lief es bei Bilderbuchbedingungen für mich beim Biathlon ziemlich gut. Das Schießen war mit einem Fehler ok, die Laufzeit auch nicht schlecht. Am Ende stand wieder ein 2. Platz für mich.

Sonntags fuhr ich in der Mittelstrecke -Achtung Überraschung- wieder auf den 2. Platz.

Da Ende Februar das Weltcupfinale ebenfalls in Finsterau stattfindet, war es für den ausrichtendenden SV Finsterau ebenso wie für einen Teil der Athleten eine gute Generalprobe. Ein besonderes Kompliment gilt allen Helfern, die die Strecken perfekt präpariert und die ganze Veranstaltung wunderbar organisiert haben.

Ich freue mich jedenfalls schon auf ein Wiedersehen Ende Februar in Finsterau. Vorher stehen allerdings am nächsten Wochenende noch die Süddeutschen Meisterschaften in Isny an.

 

01.03.2011

Die letzten beiden Wochen habe ich im Bayerischen Wald verbracht. Ab 13.02. war ich für eine Woche im Trainingslager in Finsterau. Da in der Woche darauf sowieso das IPC Weltcupfinale dort stattfinden sollte, habe ich kurz entschlossen die Chance genutzt, eine Woche auf Schnee zu trainieren. Die Bedingungen waren bestens, da noch genügend Schnee für sehr gute Loipen vorhanden war. Zusätzlich konnte ich auch im Skistadion Biathlon trainieren. Für die tolle Unterstützung des SV Finsterau in dieser Trainingswoche möchte ich mich an dieser Stelle auch nochmals herzlich bedanken.

Ab 22.02. begannen dann die Wettbewerbe. Mein erster Einsatz war am 23.02. bei der Langlauf-Verfolgung. Nach einem 6. Platz im Prolog ging ich mit einem Rückstand von etwa einer Minute ins Rennen und konnte mich auf den 5. Platz verbessern. Das war meine bislang beste Platzierung im Weltcup.

Am 25.02. ging es an den ersten Biathlon-Wettkampf. Auch hier war wieder ein Prolog zu fahren, um sich für das Finale zu qualifizieren. Sowohl im Prolog als auch im Endlauf wurde ich vierte. Mit dieser Platzierung war ich natürlich sehr zufrieden. Allerdings hätte es beim Schießen besser laufen können. Zwei Schießfehler im Finale sind noch verbesserungswürdig.

Der nächste und zugleich letzte Wettbewerb war für mich am Sonntag. Beim Biathlon über 7,5 km gab es erstmals in dieser Woche Neuschnee und Nebel. Trotz dreier Schießfehler konnte ich dank guter Laufleistung wieder den vierten Platz erreichen.

Somit konnte ich meine Leistung bei diesem Weltcup gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern und mein Ziel, die Kriterien zur Aufnahme in die Nationalmannschaft zu erfüllen, erreichen. Eine schöne Überraschung gab es dann noch zum Schluss des Weltcups, als mir der Teammanager der Nationalmannschaft mitteilte, dass ich vom Bundestrainer beim DBS für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft Ende März/Anfang April in Chanty Mansiysk/Russland vorgeschlagen werde. Das wird bestimmt ein tolles Erlebnis, über das ich dann demnächst hier berichten werde.

 

Weltmeisterschaft in Khanty Mansiysk vom 01.04.-10.04.2011

Nachdem wir am 30.03.11 von München aus nach Khanty Mansiysk aufgebrochen sind, fand das erste Training schon am Tag darauf statt.
Ich hatte zwei Tage um mich einzuleben und die Strecken kennenzulernen. Überraschenderweise blieben die ganz warmen Klamotten unbenutzt im Koffer liegen, die gesamten zwölf Tage! Für Sibirien war es zu dieser Zeit ungewöhnlich warm und wir mussten bis zum Schluss bangen, ob überhaupt noch genug Schnee liegt, um die Wettkämpfe austragen zu können.
Die Weltmeisterschaften begannen mit einer großen Eröffnungsfeier. Die Organisation war von der Ankunft am Flughafen bis über die Wettkämpfe und die Abreise top.

Ich habe an fünf Wettkämpfen teilgenommen. Mit allen Ergebnissen bin ich wirklich sehr zufrieden!
Das Ergebnis vom Biathlon Sprint über 7,5km war jedoch mein erfolgreichstes, diesen Wettkampf konnte ich mit einem hervorragenden 4.Platz beenden. Diese Platzierung hat meine Erwartungen deutlich übertroffen.
Zumal ich mit dieser Platzierung die Kriterien für den B-Kader erfüllt habe.

Bei allen anderen Wettbewerben war ich mit meiner Laufleistung immer mehr als zufrieden, da die gesamte Weltspitze am Start war und ich mich mit den Besten der Besten messen konnte.

Insgesamt waren alle sechs Athleten der deutschen Mannschaft und sogar der Cheftrainer mit der Weltmeisterschaft sehr zufrieden.

 

08.05.2011
Wie regelmäßig seit 2004 startet meine Handbike-Saison in Mainz beim Gutenbergmarathon. Im Gegensatz zum letzten Jahr waren diesmal beste Bedingungen für die Handbiker. Es war sonnig und somit trocken und die Temperaturen zur Startzeit ideal. Es war ein Feld von etwa 50 Handbikern am Start. Da ich erst vor etwa zwei Wochen mit dem Handbike-Training angefangen hatte, war ich selbst auf meine Leistung gespannt. Die 52:06 min. bei Zieldurchfahrt und damit Platz vier bei den Frauen sind dann auch ein gutes Ergebnis für diesen Trainingsstand. Da ich in diesem Jahr bereits beim Biathlon einige vierte Plätze (Weltcup und WM) belegt habe, hoffe ich in nächster Zeit auf eine kleine Verbesserung bei den Platzierungen. Dazu fehlen mir allerdings noch einige Kilometer auf der Straße.

Am 21.05.2011 werde beim Dämmermarathon in Mannheim an den Start gehen und in der Woche darauf am 29.05. beim Stuttgart-Lauf.

 

24.05.2011

Zum zweiten Mal habe ich in Mannheim den Marathon in Angriff genommen. Das Wetter war perfekt, der Start ging pünktlich über die Bühne und im Rennen lief es für mich auch gut. Meine Zeit vom Vorjahr konnte ich um acht Minuten verbessern. Alles gut? Nein, leider nicht, da bei mir offensichtlich die Zeitmessung nicht funktioniert hat und ich deshalb im offiziellen Ergebnis nicht auftauche. Mit meiner Zeit von selbst gestoppten 1:44:07 wäre ich auf den vierten Platz gefahren. Der Chip für die Zeitmessung war angebracht, hat aber wahrscheinlich nicht funktioniert. Eine Anfrage beim Veranstalter über mein fehlendes Ergebnis wurde bislang noch nicht beantwortet, so kann ich das natürlich nur vermuten.

Nächste Woche beim Stuttgart-Lauf kommt wieder der übliche Champion-Chip zum Einsatz. Dann wird meine gefahrene Zeit hoffentlich wieder in der Ergebnisliste auftauchen.

 

26.05.2011

Nach Rücksprache mit dem Veranstalter ist meine Zeit von 1:44:07 vom MLP-Marthon in die Ergebnisliste aufgenommen worden. Somit ist also mein vierter Platz bestätigt. Vermutlich hat der Chip nicht richtig funktioniert, weil er am Metallrahmen des Bikes befestigt war. Wieder etwas gelernt! Und tatsächlich scheinen mich die vierten Plätze dieses Jahr zu verfolgen. Mal sehen, wann ich das verbessern kann.

Das Training in dieser Woche findet in Stuttgart unter erschwerten Bedingungen statt. Wie bereits vorgestern war heute starker Wind zu bekämpfen. Hoffentlich legt sich das bis zum Stuttgart-Lauf am kommenden Sonntag. Da nach meinem Kenntisstand nur zwei Frauen angemeldet sind, wird wenigstens kein vierter Platz herausspringen!

 

29.05.2011

Heute stand mein Heimrennen auf dem Programm, der Stuttgarter-Zeitung-Lauf. Wie bereits vermutet, war ich eine von zwei Frauen im Starterfeld. Außer mir war noch Kerstin Abele, die in Mainz vor mir den dritten Platz erreichte, gemeldet. Bei besten Bedingungen aber mit halbstündiger Verspätung fiel der Startschuss. Von meinem Team Pro Activ waren zahlreiche Fahrer angetreten und auch ein paar meiner Fans waren an der Strecke. Deshalb war ich natürlich besonders motiviert, aber auch den Kampf um Platz eins bei den Frauen wollte ich logischerweise für mich entscheiden. Das ist mir mit knappem Vorsprung von 40s dann auch gelungen. Nach diesem Erfolg kann die mündliche Prüfung für das Abitur morgen kommen. Für meinen ersten Platz beim Stuttgarter-Zeitung-Lauf bekomme ich in der NHC-Wertung 200 Punkte, für die mündliche Prüfung morgen reichen mir dann schon 5, damit für's Abi alles klar geht.

 

25.06.+26.06.2011 Paracycling Europacup in Elzach

Am vergangenen Wochenende fand im badischen Elzach der Paracycling Europacup statt. Samstags war das Bergzeitfahren über knapp sechs Kilometer und sonntags das Straßenrennen über 15 Runden auf einem 2,4 km langen Rundkurs.

Im vergangenen Jahr wurden in Elzach zusätzlich zum Europacup die internationalen Deutschen Meisterschaften ausgetragen. Allerdings ging damals fast die Welt unter und beim Bergezeitfahren kamen mir ganze Sturzbäche entgegen. Dieses Mal blieb es zum Glück trocken und so waren auch etwas mehr Zuschauer an der Strecke.
Beim Zeitfahren war ich in meinem Element und konnte zwei vor mir Startende schon auf der Strecke überholen und bin insgesamt auf dem sehr guten dritten Platz gelandet, genau wie im letzten Jahr!

Das Straßenrennen fand auf einem verwinkelten Kurs statt. Für die Zuschauer war es sehr interessant, da wir Handbiker auch noch mit den Dreiradfahrern unterwegs waren, das heißt auf der Strecke war immer was los.
Bei diesem Rennen bin ich auf Platz 4 gelandet.

Am Ende kann man sagen, dass dieses Wochenende ein gelungener Saisonabschluss war! Ab jetzt heißt es wieder volle Konzentration auf die kommende Wintersaison.

 

Deutsche Handbike Meisterschaft 15.07.2011

Kurz entschlossen habe ich meine Handbikesaison um ein Rennen verlängert.
Denn am vergangenen Wochenende fanden in Holzkirchen bei München die Deutschen Handbike Meisterschaften statt.
Da das Einzelzeitfahren beim Europacup in Elzach so gut lief, wollte ich mir das von den Deutschen Meisterschaften nicht entgehen lassen.
Es galt einen 7 km Rundkurs zweimal zu bewältigen. Das Starterfeld bei den Frauen war mit acht Teilnehmerinnen recht groß. Das bedeutete alles geben, zusätzlich wollte ich mich besonders anstrengen, weil mein persönlicher Münchner Fanclub zu diesem Wettkampf kam.
Durch diese extra Motivation am Streckenrand schaffte ich es auf den dritten Platz, hinter Dorothee Vieth und Andrea Eskau (auch wenn die offizielle Ergebnisliste des DBS als Dritten "Frau" Torben Bröer nennt).

Daher ein besonderer Dank an Lara, Manuela und Karl-Heinz!
Alles in allem eine gute Entscheidung doch noch in Holzkirchen an den Start zu gehen!

Als nächstes steht mein erster Nationalmannschaftslehrgang für die kommende Wintersaison in der Skihalle in Oberhof an.

 

27.10.2011

Zurzeit gibt es sportlich nichts Neues zu berichten. Ich bereite mich auf die Wintersaison vor, d.h. Training, Training und nochmals ...
Der erste Wettkampf wird im Dezember der Weltcup in Norwegen sein.

Außerdem hat jetzt mein Studium an der Uni Stuttgart begonnen. Ich habe mich für Anglistik im Hauptfach und Linguistik im Nebenfach entschieden. Dabei ist von Vorteil, dass ich seit ein paar Wochen den Führerschein habe und auch ein tolles Auto. So kann ich Studium, Training und Wettkämpfe hoffentlich weiterhin zeitlich gut verbinden.



Ralf Rombach (Chef), Martin Fleig und ich mit schicken Headnut Mützen

Weltcups USA

 

21.11.2011

In den letzten beiden Wochen hat das Deutsche Team von den Ausrüstern Fischer, LEKI und adidas Ski, Stöcke und Sportkleidung erhalten. Die Sachen sind wirklich klasse. Den Sponsoren vielen Dank dafür. Jetzt steht dem ersten Weltcup in Norwegen ab dem 10.12.2011 nichts mehr im Weg.

So motiviert lief es heute beim Biathlon-Training gleich richtig gut. Von 40 Schuss waren lediglich zwei nicht im Ziel. Mit so einer Quote könnte ich im Dezember gut leben. Drückt mir die Daumen! Informationen zum Weltcup gibt es auf der Seite hier. Es sieht nur so aus, Norwegisch ist nicht so schwer!

 

20.06.2010

Heute stand mein letztes Handbike-Rennen für diese Saison an, mein "Heimrennen", der Stuttgarter-Zeitung-Lauf. Leider war ich die einzige Frau am Start, da die Meisten bei der DM in Elzach am Straßenrennen teilgenommen haben. Ganz überraschend hat es nicht geregnet, nein, es kam sogar die Sonne raus. Der Kurs wurde leicht geändert, so dass nun mehr Kurven und gepflasterte Straßen auf dem Programm standen. Dennoch verlief das Rennen recht gut und ich erreichte nach 55:31 das Ziel. Mit dem ersten Platz, habe ich auch gute Chancen, die diesjährige NHC Serie bei den Frauen zu gewinnen.
Ein schöner Abschluss eines erfolgreichen Rennwochenendes.

 

Weltcupfinale Vuokatti vom 22.03.-01.04.2012

Am 22.03. geht der Wettkampfzirkus endlich wieder weiter, dann steht das Weltcupfinale in Vuokatti/Finnland an. Ich bin sehr motiviert und freue mich auf die letzten Rennen der Saison. Wir fliegen am 20.03. nach Finnland. Drückt mir die Daumen, ich kann noch ein paar gute Ergebnisse brauchen. Die Ergebnisse gibts hier.




22.03.-01.04.2012 Weltcupfinale Vuokatti (Finnland)

Am Montag den 02.04 bin ich aus Vuokatti (Finnland) vom Weltcupfinale zurück gekommen. Im Gepäck ein weiterer Weltcupsieg im Biathlon und jeweils eine Podiumsplatzierung im Langlauf- und Biathlongesamtweltcup.
In Finnland standen zum Abschluss der Saison noch mal sieben Wettkämpfe an, vier im Langlauf und drei im Biathlon.
Mehr unter Berichte.

 

Gutenberg Marathon Mainz 06.05.2012

Gestern begann meine Handbike Saison 2012 mit dem ersten Rennen in Mainz, ein Halbmarathon. Da meine Wintersaison dieses Jahr sehr lange ging und ich danach eine kleine Trainingspause eingelegt habe, habe ich erst vor zwei Wochen richtig mit dem Handbike Training begonnen. So hatte ich keine allzu großen Ziele, sondern wollte einfach alles geben und schauen, was dabei heraus kommt.
Dazu kam noch, dass es richtig scheußliches Wetter war, es regnete wie aus Eimern, das Wasser stand auf den Straßen. Eigentlich dachte ich, dass das abgehakt wäre, denn vor zwei Jahren war in Mainz schon einmal so schlechtes Wetter.
Trotzdem wurde das Rennen pünktlich um 9:20 Uhr gestartet. Die ersten Kilometer musste man praktisch blind fahren, weil das Wasser in alle Richtungen gespritzt ist.
Aber dann hörte es auf zu regnen und es gab zumindest keine Wasserlachen mehr auf der Strecke.
Vom Wettkampf an sich war es, überraschenderweise, eines meiner bisher besten Rennen, weil ich auch endlich mal ein wenig taktisch fahren konnte. Ich habe eine Gruppe gefunden an die ich mich angeschlossen habe. Wir waren zu fünft, vier Damen. Das macht natürlich gleich viel mehr Spaß als alleine das Rennen zu absolvieren, was bisher immer der Fall war. Leider hat es bisher vom Tempo irgendwie nie richtig gepasst. Aber gestern hat es gepasst, so konnte ich mich über lange Strecken im Windschatten schonen.
Gut sieben Kilometer vor dem Ziel ist die Gruppe dann auseinander gebrochen und wir waren nur noch zu zweit. Zwischen Jeniffer Reis und mir ging es um Platz zwei, da Andrea Eskau weit vorne weg war und sogar einen neuen Streckenrekord aufstellte, mit knapp über 36 Minuten.
Ich konnte bis auf die Zielgerade im Windschatten fahren, im Zielsprint habe ich noch mal alles aus mir rausgeholt und bin als Zweite über die Linie geflogen.
Damit habe ich meine Erwartungen dann doch deutlich übertroffen.
Nächste Woche steht das nächste Rennen auf dem Programm, der ProActiv Cup in Dotternhausen.
Allerdings war es das dann auch schon mit meiner „Handbike Saison“, da ich mich dazu entschlossen habe mich dieses Jahr voll und ganz auf die nächste Ski Nordisch und Biathlon Saison zu konzentrieren.


 

07.12.-19.12.11 Weltcup Sjusjoen (Norwegen)

Vom 07.12.-19.12.11 fand der erste Weltcup der neuen Saison in Norwegen statt.
Anders als sonst haben wir dieses Mal nicht in einem Hotel gewohnt, sondern in einer Ferienhütte.
Wie sich gezeigt hat war das eine wunderbare Variante, um vom stressigen Wettkampfalltag abzuschalten und als Mannschaft enger zusammen zu wachsen. Jeden Abend haben wir uns in der Küche versammelt und unser Essen gekocht, danach fanden regelmäßig „Kniffel“ und „Herzl“ Marathons statt.

Aber vor allem auch sportlich war der Weltcup für mich ein voller Erfolg. Zum ersten Mal habe ich alle Rennen während eines Weltcups bestritten. Eine gute Entscheidung, denn ich habe alle sieben Wettkämpfe mit guten Resultaten beenden können.

Begonnen hat der Weltcup mit drei Biathlon Wettkämpfen. Dabei landete ich beim Sprint über 6 km und den darauffolgenden Verfolger über 10 km auf dem 6. Platz.
Nach einem Ruhetag stand der lange Biathlon über 12,5 km an. Das bedeutet viermal Schießen. Da ich nach den ersten drei Serien erst einen Fehler geschossen hatte, lag ich sehr gut im Rennen, aber leider hatte ich dann einen kleinen Aussetzer beim letzten Schießen, worauf ich drei Fehler schoss. Trotzdem konnte ich noch einen guten 5. Platz erreichen.

Danach standen noch vier Langlauf Wettkämpfe an. Die Langstrecke über 12 km beendete ich auf Rang 6. Anschließend fand eine Premiere für alle statt. Ein neues Wettkampfformat wurde getestet, die Mixed Staffel. Deutschland ging mit zwei Staffeln an den Start. Deutschland 1 schaffte einen Platz auf das Treppchen, während ich in der Staffel Deutschland 2 zusammen mit Martin Fleig, Vivian Hösch und Nicole Hofmann an den Start ging. Wir landeten nach einem langen Kampf mit den Japanern auf dem sechsten Platz. Es war eine tolle Erfahrung und hat wahnsinnigen Spaß gemacht.

Dann kam mein großer Tag, der Sprintwettkampf über 600m. Normalerweise zähle ich den Sprint nicht zu meinen Paradedisziplinen, das hat sich mit diesem Tag aber geändert. Ich kam sehr gut durch den Prolog und qualifizierte mich für das Halbfinale. Ab da geht es Frau gegen Frau. Hier wurde ich zweite hinter Andrea Eskau und schaffte es ins Finale. Wie auch im Halbfinale starten da die besten vier Frauen gegeneinander. Ich lag bis kurz vor dem Ziel auf dem zweiten Platz, leider hatte ich dann eine kleine Kollision mit der Kanadischen Schlittenfahrerin Colette Bourgonje und war nun auf Platz drei. Diesen konnte ich bis ins Ziel verteidigen. So kam ich zu meiner ersten Podestplatzierung im Weltcup.
Am letzten Tag stand dann noch die Mittelstrecke über 5 km an, bei der ich bei traumhaften Bedingungen auf dem 6. Platz landete.

Insgesamt war es ein sehr erfolgreicher Weltcup für mich, da ich im Vergleich zum letzten Jahr noch mal meinen Rückstand auf die Weltspitze verringern und dies mit meiner ersten Podestplatzierung bestätigen konnte.
Es waren unvergessliche zwei Wochen in einer wunderschönen Winterlandschaft!



 

15.09.2010

Nachdem ich jetzt aus dem Urlaub zurück bin, geht es neben der Schule mit der Vorbereitung auf die Wintersaison im Langlauf und Biathlon weiter. Mein Ziel ist die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften, den Weltcups und wenn möglich an der Weltmeisterschaft. Dafür heißt es jetzt fleißig auf Skirollern Kilometer abspulen.

Die Handbikesaison war für mich mit dem Stuttgart-Lauf im Juni beendet. Da in der NHC-Wertung noch zwei Rennen danach durchgeführt wurden, konnte ich keine Punkte mehr sammeln, so dass es letztlich in der Gesamtwertung zum zweiten Platz reichte. Damit bin ich in meiner ersten Saison in der Frauenwertung zufrieden.

 

07.12.2010

Hallo liebe Leser, ich melde mich mal wieder. Von 01.12. - 04.12. war ich in Livigno. Sowohl Nachwuchs als auch die Nationalmannschaft haben sich zu einem Lehrgang dort getroffen. Schnee gab es genug, die Sonne war auch da, leider aber auch die Kälte. Es waren bis zu -20° C! Es wurde trotzdem fleißig trainiert und zum Abschluss ein Leistungstest in Form eines Biathlon-Trainingswettkampfes durchgeführt. Für mich waren es in diesem Winter die ersten Trainingseinheiten auf Schnee. Die nächsten sind jetzt vielleicht auch in der Nähe von Stuttgart möglich, laut Internet ist die Loipe in Stuttgart-Vaihingen gespurt.

Start beim Einzelzeitfahren

19.06.2010

Nachdem der Lehrgang Ski-Nordisch ausgefallen ist, bin ich heute bei den Deutschen Meisterschaften der Biker im Einzelzeitfahren in Elzach im Schwarzwald gestartet. Natürlich hat es wieder wie aus Kübeln gegossen, aber mittlerweile hat man sich ja schon daran gewöhnt. Kurz nach 12.00 Uhr war mein Start. Da es sich um ein Bergzeitfahren handelte, ging es sechs Kilometer den Berg hoch. Nach dem Rennen bin ich relativ schnell wieder nach Hause gefahren, so dass ich mein Ergebnis gar nicht mehr mitbekommen habe. Daher war ich überrascht, als ich im Internet meinen dritten Platz gesehen habe. Das ist ein tolles Ergebnis für mich, zumal es bei der gleichzeitigen Europacup-Wertung den 1. Platz in meiner Klasse (H2) bedeutete.

 

13.06.2010

Heute war in Dotternhausen am Firmensitz von ProActiv das zweite Rennen der NHC-Serie. Gleichzeitig war es die Jubiläumsveranstaltung meines Radsportvereins RSKV Tübingen zum 30-jährigen Bestehen. Von meinem Team ProActiv/RSKV Tübingen waren fast alle am Start, so dass wir für die Teamwertung mehrere Mannschaften stellen konnten. Für mich persönlich lief es sehr gut. Auf dem 3,2 km langen Rundkurs konnte ich bei den Frauen den 2. Platz belegen. In der Teamwertung wurde meine Mannschaft dritter. Wie in dieser Saison fast schon normal regnete es mal wieder, zum Glück wurde es zum Start trocken und auch etwas wärmer. Mit diesem Rennen geht meine Handbike-Saison zu Ende. Leider passen die Termine der weiteren Veranstaltungen nicht in meine Saisonplanung für Ski-Nordisch und Biathlon.

Nächste Woche werde ich mit der Ski-Nordisch-Nationalmannschaft zum Leistungslehrgang nach Oberwiesenthal fahren.

 

04.06.2010

Nein, ich war heute nicht beim Motocross. So sieht man derzeit nach einem Training mit dem Handbike aus.

Am Sonntag 13.06.2010 werde ich mein letztes Rennen für diese Saison in Dotternhausen bestreiten. Nachdem ich am 20.06.2010 mit der Ski-Nordisch Nationalmannschaft beim ersten Lehrgang zur neuen Saison bin, kann ich leider weder am Stuttgart-Lauf noch bei den Deutschen Meisterschaften der Handbiker teilnehmen. Schade, dass diese Termine alle an einem Wochenende stattfinden. In diesem Fall ist mir der Lehrgang Ski-Nordisch in Oberwiesenthal aber der wichtigste.

 

15.05.2010

In Mannheim habe ich meinen ersten Marathon in Angriff genommen. Start war mit etwas Verspätung gegen 17.00 Uhr. Zum Glück war es trocken, so dass im Gegensatz zur Vorwoche in Mainz das Warmfahren und Warten am Start nicht so schwer fiel. Die ersten 21 km lief es sehr gut, ich konnte mit anderen Handbikern immer wieder gemeinsam Tempo machen. Die zweite Hälfte des Marathons stand dann unter dem Motto "beißen". Ab Kilometer dreißig verließen mich etwas meine Kräfte. Wahrscheinlich hatte ich vorher zu wenig gegessen. So musste ich mich ins Ziel quälen, war mit meiner Zeit von 1:52:58 Std. aber trotzdem ganz zufrieden. Diese Zeit bedeutete den 2. Platz bei den Frauen. Bei der Siegerehrung legte mir der Sponsor des Handbikemarathons als Prämie unter anderem ein Fass Rothaus-Bier auf mein Bike.

Mein nächstes Rennen findet erst in etwa vier Wochen beim Jubiläum meines Vereins RSKV Tübingen statt. Ausgerichtet wird dieser Wettbewerb am 13.06.2010 beim Firmengelände unseres Sponsors ProActiv in Dotternhausen.

 

09.05.2010

Heute war ich beim 11. Gutenbergmarathon in Mainz am Start. Die Handbiker fuhren einen Halbmarathon. Beim Start um 9.20 Uhr goß es in Strömen. Trotzdem war ich mit meinem Rennen ganz zufrieden. Nach nassen 21,1 km war ich als dritte Frau mit einer Zeit von 53:43 min im Ziel. Da ich erst seit wenigen Wochen wieder mit dem Handbike trainiere, war es ein guter Test für meinen ersten Marathon nächste Woche in Mannheim.

 

Paralympisches Jugendlager Vancouver 2010

Weltcup 2010