Aktuelles

Verleihung des Silbernen Lorbeerblatts im Schloss Bellevue

Am 30.05.2022 wurden die Medaillengewinnerinnen und -gewinner der Peking-Spiele von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Silbernen Lorbeeblatt ausgezeichnet. Da ich es bereits 2014 für meine Medaillen in Sotschi erhalten habe, wurde mir eine Anerkennung ausgesprochen (siehe Urkunde). In echt habe ich es aber auch nochmal erhalten (Foto mit dem Bundespräsident). Es war eine sehr schöne Veranstaltung, die glücklicherweise wieder im alten Format vor Ort und nicht nur virtuell abgehalten werden konnte.

Anschließend fand auch wieder eine Team D und Team D Paralympics Party statt, so dass sich der Trip nach Berlin auch richtig gelohnt hat. Denn über die Fahrt mit der Deutschen Bahn wäre einiges zu berichten, würde hier aber zu weit führen.

Nach einem kurzen Aktiv-Urlaub bin jetzt wieder voll im Training. Mit der Nationalmannschaft geht es in Kürze wieder einmal ins Höhentraining nach Livigno. Darauf freue ich mich sehr, denn irgendwie sind mir die Pässe mittlerweile ans Herz gewachsen. Ein besseres Bergtraining, wie es hier möglich ist, kann ich mir gar nicht vorstellen.

 

 

 

 

 

Peking 2022

Der Rückflug aus Peking verlief unspektakulär. Ein kleiner Empfang am Flughafen in Frankfurt und dann ab nach Hause und vier Wochen schlafen. So war der Plan.  Das hat natürlich so nicht geklappt. Ich bin zwar noch etwas müde, habe aber dann doch wegen des schönen Wetters, aber auch um meinen Kreislauf in Schwung zu halten, wieder meine Trainingsstrecken zwischen Stammheim und Möglingen besucht. Mitgenommen habe ich meine Bronzemedaille, um ihr zu zeigen, wo die Grundlagen gelegt wurden. Für mich geht es neben einem lockeren Training mit ein paar schönen Events weiter, u. a.  am 23.03. bei meinem Verein MTV Stuttgart und ab dem 30.03. im Europapark Rust.

 

 

 

 

MTV Stuttgart

Am 23.03.2022 wurde ich bei meinem Verein MTV Stuttgart empfangen (rechts mit MTV-Präsidentin Ulrike Zeitler). Nachdem ich zwischen den Weltmeisterschaften und den Paralympics wegen Corona kein Risiko eingehen wollte, galt das Event nicht nur meiner Bronzemedaille aus Peking sondern auch dem WM-Titel aus Lillehammer. Deswegen konnte ich auch neue Trainingskleidung mit der Aufschrift „Weltmeisterin“ in Empfang nehmen. Es war ein schöner Abend, bei dem sich die Anwesenden sehr für die Abläufe und Ereignisse im Zusammenhang mit der Reise nach Peking und in der Zeit im olympischen Dorf interessierten. Vielen Dank an die Organisatoren, vor allem auch an Erich Stradinger, der kurzfristig leider nicht teilnehmen konnte.

 

 

Europa Park Rust

Autogrammstunde im Europa-Park Rust

 

 

 

Vom 30.03. – 01.04. waren die olympischen und paralympischen Teilnehmenden aus Tokio und Peking in den Europa-Park Rust eingeladen. Insgesamt sind 160 Athletinnen und Athleten mit ihren Begleitern der Einladung gefolgt. Bei sehr schlechtem Wetter konnten wir leider den Außenbereich nicht sehr genießen. Dementsprechend hielt sich auch der Andrang bei der Autogrammstunde für die Besucher des Parks in Grenzen. Aber es gab ja auch noch Veranstaltungen im Inneren, so dass wir uns auch wieder aufwärmen konnten. Mit dem Empfang der Landesregierung für die Teilnehmenden aus Baden-Württemberg endete die Veranstaltung. Jetzt heißt es erst einmal die aufkommende Erkältung zu bekämpfen.

 

 

 

Das große Packen hat begonnen!!  

Der letzte Lehrgang in Livigno liegt hinter mir. In zwei Tagen geht der Flieger in Richtung Peking.

Die zwei PCR Tests vor dem Abflug sind auch gemacht. Muss nur noch das letzte negative Ergebnis im Laufe des Tages kommen, dann fällt mir erstmal ein großer Stein vom Herzen.

Wie auf dem Bild unschwer zu erkennen ist, beginnt nun der große Packmarathon. Aber auch die Vorfreude wird natürlich immer größer. Es werden drei spannende und anstrengende Wochen in China.

 

25.02.2022: Das große Packen und die nicht wenigen bürokratischen Anforderungen für die Einreise nach China sind überstanden. Der Nachtflug von Frankfurt nach Peking mit Lufthansa war sehr komfortabel. Den Unterschied zwischen Holz- und Businessklasse habe ich doch deutlich gespürt.

26.02.2022: Ich konnte im Flieger gut schlafen und kam deshalb sehr entspannt in Peking an. Zu Beginn der Einreise war als letzte Hürde gleich wieder ein PCR-Test fällig. Nach den üblichen Schwierigkeiten mit den Waffen (irgendwie kann man es nie recht machen) ging es per Bus weiter Richtung Wettkampfstätte. Nach etwa 3,5 Stunden Fahrt in Zhangjiakou angekommen erfuhr ich, dass mein Test negativ war. Somit konnte ich mein Zimmer wieder verlassen und die Ampel für die „Freiheit“ in der Blase stand auf GRÜN! Trotzdem führt einmal am Tag der Weg  zum Corona-Testzentrum, um die weiterhin geforderten PCR-Tests zu absolvieren.

27.02.2022: Wie erwartet klopfte am frühen Morgen die Dopingkontrolle an meine Tür. Danach freute ich mich auf das erste Frühstück und das Training bzw. die Streckenbesichtigung.  Nachdem es gestern eisig kalt war, fühlte es sich heute 30°C wärmer an. Morgen ist dann ein Biathlon-Training angesetzt.  

Virtuell im Weltraum, real in Zhangijakou

28.02.2022: Heute habe ich Bekanntschaft mit dem Schießstand gemacht. Es herrrschte ein deutlich spürbarer Wind, der das Schießen spannend gemacht hat. Meistens kommt er von links – manchmal auch von rechts und in Böen. Viele Fehler habe ich nicht geschossen, aber die Liegezeit am Stand war dafür schon relativ lang. Zur Entspannung war ich dann noch virtuell in einem Unterseeboot und im Weltall auf einer Raumstation unterwegs (siehe Foto ).rechts

01.03.2022: Nachdem die Strecken jetzt bekannt sind, habe ich heute Teile genauer betrachtet und mit Wettkampftempo ausprobiert. Dabei geht es vor allem darum, ob ich in der Spur oder daneben bleibe und etwas abkürze. Abkürzen ist aber nicht immer schneller! Das hängt auch noch vom Wind ab, der die Spur oft zuweht. Dadurch wird sie extrem langsam. Alles in allem also ein Tag mit normaler Wettkampfvorbereitung.

04.03.2022: An der Eröffnungsfeier kann ich leider nicht teilnehmen. Die Athleten aus Zhangjiakou, die gleich morgens um 10:00 Uhr Ortszeit starten, bekommen keine Möglichkeit, die Feier vor dem Ende zu verlassen, so dass ich erst gegen 2:00 Uhr ins Dorf zurückkehren würde. Um 6:30 Uhr heißt es aber schon wieder aufstehen und auf den ersten Wettkampf vorbereiten. Die näher an Peking wohnenden Sportler dagegen können früher gehen – das muss man nicht verstehen! Was ist derzeit schon logisch oder normal. Jedenfalls starte ich morgen um 3:00 Uhr deutscher Zeit in die Spiele mit dem Biathlon-Sprint. Drückt mir wie üblich die Daumen, ich kann es gebrauchen. Das ZDF überträgt für alle die früh aufstehen wollen im Livestream. Natürlich ist der Wettkampf später auch in der Mediathek vorhanden.

05.03.2022: Der erste Wettkampf ist schon wieder vorbei. Vom Start weg hatte ich keine lockeren Arme und bin nicht richtig in einen Rhythmus gekommen. Am Schießstand hat sich das richtig ausgewirkt. Drei Fehler sind zuviel! Am Wind lag es nicht (oder nur zum Teil). Es lag an mir, weil ich absolut kein Gefühl für das Gewehr bekommen habe. Deshalb bin ich unzufrieden und muss das erstmal kurz verarbeiten. Dafür war das Ergebnis, im Gegensatz zum Gefühl, beim Laufen ganz gut. Trotz drei Fehler noch Platz fünf ist nicht schlecht. Ab heute Abend wird der Schalter wieder auf Angriff in Richtung Biathlon 10 km umgelegt. Den langen Langlauf am 06.03. lasse ich wie geplant aus. Vielen Dank an alle, die mitgefiebert haben!

Zuschauen bei den Skatern

07.03.2022: Gestern habe ich nach lockerem Auslaufen mal bei den Snowboard-Crossern vorbeigeschaut, um den deutschen Startern die Daumen zu drücken. Ein bisschen Entspannung als Zuschauerin tut gut. Heute war dann wieder Biathlon und da vor allem das Schießen angesagt. Nach einem lockeren Training mit konzentrierter Arbeit am Schießstand kann der Biathlon über 10 Kilometer  morgen kommen. Wieder haben die Nachteulen den Vorteil, meinen Wettkampf ab 03:00 Uhr live im ZDF-Stream anschauen zu können. Eine Zusammenfassung des Wettkampftages gibt es im Morgenprogramm des ZDf

   

 

 

 

 

 

Fotos oben: Mika Volkmann, Ralf Kuckuck und Oliver Kremer, DBS

08.03.2022: Verkehrte Welt im Biathlon. Eigentlich gewinne ich Medaillen eher am Schießstand. Das war heute mal ganz anders. Schon gestern beim Abschlusstraining hatte ich in der Loipe wieder ein gutes Gefühl. Das hat mir große Hoffnung für den Biathlon über 10 Kilomter gegeben. Und am Start hat sich das bestätigt. Ich fühlte mich einfach super und konnte das in Tempo ummmünzen. Dementsprechend war es ein Genuß, die fünf Runden zu laufen. Das Haar in der Suppe war: Es ging auch viermal zum Schießstand! Da lief es wieder suboptimal. Fünf Fehler – da sind Ambitionen auf vordere Plätze bei mir eigentlich gelaufen. Nicht heute – obwohl ich es auf der Strecke nicht glauben konnte, als mir Bundestrainer Rombach nach dem vierten Schießen die Information gab, dass ich auf Platz drei liege, mit einer Minute Vorsprung auf Platz vier. Im Ziel habe ich mich über die Bronzemedaille so dermaßen gefreut, dass ich es gar nicht beschreiben kann. Ich bin Superglücklich! Wer noch ein paar Infos haben oder etwas vom Wettkampf anschauen möchte, kann dies in der ARD bzw. ZDF-Mediathek gerne tun. Morgen starte ich im Langlauf-Sprint, d. h. ab 03:00 Uhr deutscher Zeit beginnt die Qualifikation für die Halbfinals. Die ARD überträgt live! Das wird ein Spaß. 

Siegerehrung

 

Bronzemedaillen-Belohnung

 

Siegerehrung2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

09.03.2022: Beim Langlauf-Sprint geht es für mich darum, im Wettkampfmodus zu bleiben und auch noch Spaß dabei zu haben. Mein Minimalziel ist daher immer, in der Qualifikation Vollgas zu geben und das Halbfinale der besten Zwölf zu erreichen. Das ist mir heute mit Platz sechs gut gelungen. Im Halbfinale war ich dann chancenlos, so dass das Finale ohne mich stattfand. Als Ergebnis steht für mich damit Platz elf in der Liste. Bei acht Grad befand sich die Loipe in einem desolaten Zustand. Deshalb lief es in der Spur sehr schwer. Man kann durchaus sagen: Ja, es war anstrengend! Für mich heißt es jetzt den Rest des Tages wieder Kraft tanken und für morgen wünsche ich mir ein schönes Abschlusstraining für den langen Biathlon am Freitag (Start wieder 03:00 Uhr deutscher Zeit). Drückt mir alle nochmals die Daumen vor allem dafür, dass ich zum Start noch eine durchgefrorene Loipe vorfinde. Das würde doch schon helfen! Unten stehen die Links für Infos und die Live-Übertragung der ARD im Netz.

11.03.2022: Mit meinem dritten Biathlon-Wettkampf über 12,5 Kilometer und dem 4. Platz bin ich sehr zufrieden. Endlich habe ich wieder alle Scheiben getroffen, d. h. zwanzig Schuss, zwanzig Treffer. Auch auf der Strecke lief es gut.  Meine Konkurrentinnen waren am Schießstand ebenfalls gut, so dass ich Richtung Podium keine Chance hatte. Für das Wochenende gibt es eine Planänderung. Ich werde morgen nicht im Langlauf über 7,5 Kilometer starten, möglicherweise dafür am Sonntag in der Mixed-Staffel. Das ist noch nicht definitiv entschieden. Für den Fall der Fälle will ich mich morgen nicht kaputtlaufen. Ich werde berichten, sobald ich weiß, ob ich am Sonntag starte. Das wäre dann wieder um 03:00 Uhr deutscher Zeit. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachtrag: Jetzt ist es entschieden. Ich laufe die Mixed-Staffel. Es ist nur noch nicht sicher, ob die Besetzung Richtung „nur dabei sein“ oder „Podium angreifen“ läuft.

12.03.2022: Ich werde am 13.03. um 3:00 Uhr deutscher Zeit als Startläuferin die Mixed-Staffel eröffnen. Nach mir geht Leonie Walter in die Loipe, gefolgt von  Marco Maier. Schlussläufer wird Nico Messinger sein. Insgesamt gehen acht Staffeln an den Start. Das wird spannend. Die ARD sendet Zusammenfassungen leider erst ab 5:30 Uhr im TV oder im Livestream.

Foto: Oliver Kremer, DBS

13.03.2022: Schwupps, schon ist der letzte Wettkampf der Paralympics vorbei. Wir haben mit der Mixed-Staffel (Foto links) versucht, das Podium anzugreifen. Das hat leider nicht geklappt. Mit Platz fünf und rund 50 Sekunden Rückstand auf Platz drei können wir dennoch zufrieden sein, weil alle eine gute Leistung abgerufen haben. Mehr war heute nicht drin. Jetzt heißt es Taschen packen und um 3:40 Uhr Ortszeit für die Abfahrt nach Peking bereit sein. Gegen 12:00 Uhr geht der Flieger Richtung Frankfurt, wo uns Lufthansa am Montag hoffentlich planmäßig um 17:45 Uhr abliefert. Nach einem Empfang am Flughafen werden wir alle nach über zwei Wochen aus unserer Blase wieder in die Freiheit entlassen.

 

Premiere der Para Schneesport-Weltmeisterschaften vom 13. bis 23. Januar in Lillehammer (Norwegen)

Es scheint tatsächlich wahr zu werden: Morgen startet mein erster Wettkampf bei den Weltmeisterschaften. Nachdem die letzte WM (Östersund 2020) 18 Stunden vor dem Start abgesagt worden war, scheint diesmal alles gut zu gehen. Alles ist vorbereitet (siehe Foto: Langlauf-Stadion Lillehammer), mein Start in die WM mit dem Langlauf über 7,5 Kilometer (Do., 13.01., 13:00 Uhr) kann kommen. Die Wettkämpfe werden im Norwegischen Fernsehen live übertragen. Aber auch die deutschen Fans können live dabei sein. Meine weiteren Rennen finden am 15./16. und 20.01. statt (jeweils Biathlon, 10:00 Uhr). Am 22.01. werde ich voraussichtlich auch beim Langlauf-Sprint in die Loipe gehen. Die Schneesport-Weltmeisterschaften sind eine Premiere, weil es die erste  gemeinsame Veranstaltung mit Alpinen und Snowboardern ist. In Nicht-Corona-Zeiten wäre dies auch außerhalb der Wettkämpfe eine tolle Sache. Zuschauer vor Ort sind leider nicht zugelassen. Da können wir unsere Trainer und Betreuer noch besser hören! Ich werde nach meinen Wettkämpfen jeweils kurz berichten, wie es für mich lief. Los geht’s!!!

 

Fotos: Ralf Kuckuck, DBS

15.01.2022: Beim Biathlon-Sprint heute lief es perfekt (fast). Mit einem Fehler am Schießstand kann ich eigentlich keinen Sprint gewinnen. Heute hatte ich aber derart gute Arme und dazu perfektes Material, dass ich tatsächlich 1,6 Sekunden Vorsprung vor Oksana Masters (USA) ins Ziel retten konnte. Weltmeisterin – das hört sich doch gut an!!! Ein riesengroßes Dankeschön an alle, die mir die Daumen gedrückt haben.

16.01.2022: Beim heutigen Biathlon war auf der Strecke eigentlich alles gleich wie gestern. Die Ski waren sehr gut und meine Arme auch. Der Unterschied lag am Schießstand: Nach elf Treffern in Serie kamen leider neun Schuss, die nicht ins Ziel fanden. Ich weiß noch nicht, an was es lag und bin im Moment sehr enttäuscht. Trotz neun Strafunden habe ich noch Platz acht erreicht. Schließlich heißt mein Motto: Aufgeben gibt’s nicht! Am 20.01., 9.00 Uhr, geht es für mich mit dem langen Biathlon weiter.

20.01.2022: Nachdem mein Gewehr und ich beim Training nach Neu-Justierung wieder ins Schwarze trafen, konnte der lange Biathlon kommen. Leider kam auch sehr viel Wind, der nicht gleichmäßig, sondern in kräftigen Böen durch den Schießstand pfiff. Bei den ersten beiden Schießeinlagen hatte ich ein bisschen Pech, vier Fehler und Platz acht waren die Folge. Bei weniger Wind waren die restlichen zehn Schuss und ich auf Platz fünf im Ziel. Wie sagte doch schon „Die Kobra“ Wegmann: „Erst hatten wir kein Glück, dann kam auch noch Pech hinzu.“ Bei mir war es anders herum: „Erst hatte ich Pech, dann kam kein Glück hinzu.“ Die jeweils drittbeste Laufleistung sind aber ein Trost für mich. Am Samstag geht es mit dem Langlauf-Sprint weiter.

22.01.2022: Der Langlauf-Sprint ist für mich immer ein Höhepunkt. Deshalb habe ich bei der Qualifikation alles gegeben. Platz drei bedeutete die sichere Teilnahme am Halbfinale, bei dem es zwischen Merle Menje und mir auf der Zielgeraden zum  Sprint um Platz drei kam. Ich habe nochmals alles mobilisiert und das Fotofinish ergab eine hundertsel Sekunde Vorsprung für mich. Mit der Teilnahme am Finale war mein Ziel erreicht. Nach spannenden Positionskämpfen reichte es für mich im Finale zu Platz sechs. Jetzt geht es nach einem kurzen Aufenthalt zu Hause mit der Nationalmannschaft nach Livigno zur Vorbereitung auf Peking. Es war eine tolle WM mit vielen spannenden Wettkämpfen. Ein großes Kompliment auch an die Veranstalter, die alles perfekt organisiert haben. Vielen Dank an alle, die mit mir mitgefiebert und mir die Daumen gedrückt haben. Es hat sich gelohnt!

 

 

 

12.04.2021: Kurzfristig bin ich noch zu einem Lehrgang nach Italien gefahren. Jetzt ist eine gute Zeit, um alles Mögliche zu testen -und die Bedingungen dazu sind in Livigno derzeit perfekt. Die versprochenen Bilder und Berichte gibt es hinterher.

 

 

 

 

 

© Photographer Adrian Stykowski @stykowskiadrian

Weltcup Vuokatti 19.03. – 26.03.2021

Update 26.03.2021: Nach Siegen im Biathlon-Sprint und Biathlon Einzel habe ich auch den Gesamtweltcup gewonnen. Ein Bericht (und Bilder) dazu und zur Gesamten Saison kommt nach meiner Rückkehr aus Finnland. Auf jeden Fall jetzt schon mal ein großes Dankeschön an meine Fans und Unterstützer.

 19.03.2021 Langlauf Mittelstrecke

Und schon ist der erste Wettkampf in Finnland vorbei. Heute stand das erste Langlaufrennen auf dem Programm. In meiner zweitliebsten Disziplin, nach dem Biathlon, bin ich auf den 4. Platz gelaufen. Die Plätze zwei und drei waren gar nicht weit weg, deshalb bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung. Das lässt für die beiden Biathlon-Wettkämpfe am 25. und 26.03. hoffen. Aber jetzt kommt morgen als nächstes der Langlauf-Sprint. Mal sehen, was geht!

                                                                                                    

                                                                                          

Update 21.03.2021

Es ging tatsächlich etwas beim Sprint! Schon in der Qualifikation für das Halbfinale waren meine Arme gut in Form. Platz drei, innerhalb einer Sekunde mit Eins und Zwei, war eine Spitzenausgangsposition. Mein Halbfinale konnte ich sorgar gewinnen, allerdings läuft man da ja auch ein bisschen taktisch wenn man sicher ist, dass es für das Finale locker reicht. Im Finale war ich mit meinem Zeitvorsprung (wegen des höheren Handicaps) der Hase für die fünf Athletinnen, die alle zeitgleich losprinten mussten. Bis zur Zielgeraden konnte ich die Führung behaupten, dann gingen zuerst Marta Zainullina und kurz vor der Ziellinie noch Natalia Kocherova, beide Russland, an mir vorbei. Über den 3. Platz habe ich mich riesig gefreut! Das kann man auf dem Foto nur wegen der Maske nicht richtig sehen. Ein Lob geht noch an die ARD für die schönen Berichte der ersten beiden Wettkampftage! (Mittelstrecke u. Sprint)

 

Weltcup Planica                                                                                                     

Beim Weltcup in Planica habe ich mich selbst überrascht – 50 Schuss, 50 Treffer – das ist mir zuvor noch bei keiner Wettkampfwoche gelungen. Selbst im Training waren alle Schüsse im Ziel. Das gute Schießen hat mir zum Abschluss einen Podiumsplatz beschert. Der 3. Platz hinter den Amerikanerinnen Oksana Masters und Kendall Gretsch war ein schöner Erfolg, der mir ordentlich Auftrieb für die Weltcupwoche in Vuokatti, Finnland, gibt.

 

 

 

 

10.02.2020

Es war vor allem aufgrund des Wetters eine denkwürdige Veranstaltung in Finsterau, bei der mir zwei überraschend gute Langlauferennen gelangen. Ein Bericht dazu kommt demnächst. Fotos habe ich eingestellt. Berichte gibt es in ARD unter Wintersport/Para-Wintersport.

 

 

 

19.12.2019

Heute war der letzte Biathlon des Lillehammer-Weltcups. Mein Fazit nach je zwei Langlauf- und zwei Biathlonwettkämpfen: meine körperliche Belastbarkeit ist zurück! Ich freue mich riesig darüber, dass ich läuferisch wieder mithalten konnte. Da machen die Wettkämpfe gleich viel mehr Spaß. Beim Biathlon über 12,5 km konnte ich in allen fünf Runden Gas geben, nur am Schießstand blieben insgesamt vier Scheiben stehen (in den letzten zwei Runden habe ich in der Dämmerung die Scheiben nicht mehr richtig gesehen). Heute habe ich beim Biathlon-Sprint alles getroffen (Anschießen und Wettkampf bei Tageslicht machen das Treffen deutlich leichter :). Auch läuferisch ging es wieder sehr gut. So kamen jetzt die Plätze 8 und 7 heraus. Die anderen schlafen halt auch nicht. Einen Bericht über die Zeit in Lillehammer stelle ich nach meiner Rückkehr ein. Allen meinen Fans und Unterstützern, darüber hinaus natürlich auch jedem, der das liest, wünsche ich eine schöne Weihnachtszeit.

 

04.11.2019

Juhuuu, der Saisonauftakt ist geschafft. Am letzten Oktober Wochenende fanden in Oberhof die Deutschen Meisterschaften 2020 statt (ja, richtig gelesen: 2020).

Das erste Mal wurden diese in der Skihalle ausgetragen. Ein Versuch, der meiner Meinung nach vollauf geglückt ist. Denn meistens fanden die Meisterschaften im Januar statt, zu ungünstigen Terminen, zwischen Weltcups.

Aber so hatten wir Athleten die Chance vor dem Weltcupauftakt im Dezember schonmal einen Wettkampf zu absolvieren und können uns den restlichen Winter auf Weltcup und WM fokussieren.

In knapp 10 Tagen geht es nach Livigno zur Schneevorbereitung. Hoffentlich herrscht bis dahin tiefster Winter, damit wir die Loipen voll auskosten können!

 

05.10.2019

Endlich kommt mal wieder ein neues Update von mir!

Die letzten Wochen war ich sehr viel unterwegs.

Ende August ging es für drei Wochen in die USA zum Urlaub machen. Komischer Zeitpunkt für einen Wintersportler, allerdings glaube und hoffe ich, dass mir die Pause gutgetan hat.

Zwar werde ich jetzt ein paar Wochen brauchen, um meinen alten Trainingsstand wieder zu erlangen. Die Saisonhöhepunkte kommen aber erst zum Ende der Saison.

Was den Wettkampfkalender betrifft gibt es Neuigkeiten:

Wir haben einen zweiten Heimweltcup kommende Saison. Im Januar sind wir beim City Sprint des FIS Weltcups in Dresden dabei. Zum ersten Mal starten Sportler mit und ohne Behinderung am gleichen Wochenende am selben Ort. Nach Dresden geht es weiter Richtung Altenberg, dort finden dann auch Biathlonrennen statt.

Vergangene Woche durfte ich das geniale Herbstwetter in Livigno genießen. Der perfekte Ort um wieder in den Trainingsalltag zu finden.

03.08.2019

Herzlich Willkommen auf meiner neuen Homepage!
Inhaltlich bleibt Alles beim Alten, aber optisch gibt es ein komplett neues Design.
Ich arbeite von nun an mit einem anderen Programm, wie auch im Training muss man manchmal einen frischen Wind reinbringen!
ok.webhosting danke ich für die jahrelange, großzügige Unterstützung und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit!

Die Höhentrainigslehrgänge in Livigno sind jetzt erst einmal vorbei. Ich habe die Pässe Eira, Foscagno, Forcola di Livigno und das Stilfser Joch (siehe oben) unter die Skiroller genommen. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter und konnten unser vorgenommenes Programm durchziehen. Auch die Regeneration im tollen Schwimmbad unseres Hotels kam nicht zu kurz. Anschließend habe ich Ende Juli Leistungstests am Olympiastützpunkt Freiburg durchgeführt. Da war ich vor allem mit dem Laufbandtest sehr zufrieden. Darauf lässt sich aufbauen, wenn meine Arme, die gerade vom Krafttest etwas mitgenommen sind, wieder frisch werden. Zwischendurch war ich noch beim Zweitligastart des VfB Stuttgart live dabei und einen Tag darauf auf Einladung der Sportregion Stuttgart im Rahmen des Bundesliga-Brunchs beim Spiel Sonnenhof Großaspach – Kaiserslautern. Ich habe ein paar neue Bilder vom Livigno-Lehrgang eingestellt. Wenn’s was Neues gibt melde ich mich wieder. Bis dahin wünsche ich allen noch einen schönen Sommer!

 

Weltmeisterschaften Prince George/Kanada 15.02. – 24.02.2019
Am 12.02. sind wir in Prince George angekommen. Die Reise habe ich gut überstanden und gestern einen Teil der WM-Strecken inspiziert (Bild oben). Nach einer halben Stunde war dann meine Nase innen zugefroren und das Training für mich wieder beendet. Es ist derzeit in dieser Ecke von Kanada wirklich so kalt, wie es in den Nachrichten berichtet wird. Bis zum ersten Start am Samstag, 16.02., hat das Wetter ja noch ein wenig Zeit, die Temperaturen in Richtung einstelliger Minusgrade anzuheben. Das wird bereits meine fünfte WM – unglaublich! Am Sonntag und Montag starten dann die Langlaufwettbewerbe. Nach dem Ruhetag am Dienstag geht es Mittwoch und Donnerstag mit dem Biathlon-Sprint und dem über 12,5 Kilometer weiter. Ich werde vorraussichtlich bei allen Biathlon-Wettkämpfen starten. Welche Langlauf-Wettkämpfe ich bestreite, wird kurzfristig entschieden.

Am zweiten Wettkampftag (17.02.) bin ich beim Langlauf/Mittelstrecke gestartet. Die beiden Runden über jeweils 2,5 Kilometer liefen erstaunlich gut. Vom Wettkampf am Vortag hatte nur etwas schwere Arme, aber keine Schmerzen. Der Schnee war auch deutlich schneller als zuvor, da macht es gleich viel mehr Spaß. Wie erwartet waren vier Kolleginnen zu schnell für mich, weshalb im Ergebnis der fünfte Platz herauskam. Beim Langlauf-Sprint habe ich planmäßig pausiert – ich wäre zwar sehr gerne gestartet, aber die Vernunft hat gesiegt. Bei meinem Trainingszustand soll man es nicht übertreiben. Beim Biathlon-Sprint am Mittwoch habe ich am Schießstand endlich mal wieder alles getroffen. Allerdings ging mir in der dritten Runde etwas die Kraft aus. Mein derzeit üblicher vierter Platz war die logische Folge, nachdem sich die drei Dauerkarteninhaber für die Podiumsplätze auch keine Blöße gaben.

 

Weltcup Östersund 12.-19.01.2019
Schnellen Schrittes geht es Richtung Weltmeisterschaft in Kanada. Nun ist auch schon der zweite Weltcup der Saison Geschichte. Somit auch der letzte vor der WM in Prince George, Kanada.

Ich habe mich im Vorfeld sehr auf die Woche in Schweden gefreut. Schließlich kennt man den Schießstand und die Strecken aus dem Fernsehen von den nichtbehinderten Biathleten. Dort angekommen wurden die hohen Erwartungen aber gleich gedämpft. Es kam das Gefühl rüber, dass die Organisatoren nicht ganz wissen was sie tun. Die Strecken waren noch nicht präpariert bzw. standen noch nicht fest.

Dazu kam noch ein Wintersturm am Tag vor dem ersten Rennen. Sodass wir die Strecke erst am morgen vor der Langlauf Mittelstrecke anschauen konnten. Naja, ging ja allen Startern gleich. Der Shuttle Service zum Skistadion lief auch nicht wirklich reibungslos. Es gab einfach zu wenig Fahrzeuge. Glücklicherweise haben wir uns einen eigenen Autoschlüssel eines Shuttles ergattert und ihn auch die gesamte Zeit behalten.

Gewohnt haben wir direkt neben dem Flughafen Are/Östersund auf der Frösön Halbinsel. Lustige Lage und da das Hotel dicke Fenster hat, auch kein Problem. Viel Zeit, um Östersund anzuschauen, hatten wir leider auch nicht. Daher gab es außer einem Kurztrip in den Supermarkt keine weiteren Sightseeing-Touren. Sehr schade, da die Umgebung doch Lust auf Erkundungstouren gemacht hat.

Aber zurück zum sportlichen: Die Runde war ziemlich anspruchsvoll, besonders aufgrund der Präparation, die zum Teil abenteuerlich war. Von Tag zu Tag aber besser wurde. Um läuferisch etwas von meinem Rückstand aufzuholen bin ich gerade dabei etwas an meiner Lauftechnik zu ändern. Bin allerdings noch in den Anfangsstadien des Versuchs. Dennoch bin ich den Biathlonsprint mit kürzeren Stöcken angegangen. War jetzt im Nachhinein nicht die beste Entscheidung, da ich mir dabei meine Unterarme völlig kaputt gemacht habe. Das Rennen war noch gut, mit einem Schießfehler war mein Abstand zu den sehr starken amerikanischen Ladies auch ok. Im Ergebnis stand dann der vierte Platz.

Am nächsten Tag beim Langlauf Sprint ging jedoch gar nix mehr. Nach dem Prolog bin ich im Halbfinale nicht mehr gestartet und auch den langen Biathlon habe ich ausgelassen. Nun bin ich dabei meine Arme so schnell wie möglich wieder fit zu bekommen, um im WM Vorbereitungstrainingslager in Livigno nächste Woche wieder vernünftig trainieren zu können.

 
WC Vuokatti 12.12.-19.12.2018
Endlich hat die neue Saison begonnen!
Die Spannung und Vorfreude auf den ersten Weltcup im finnischen Vuokatti waren bei mir sehr groß.

Nach der letzten doch sehr verkorksten Saison, war ich sehr gespannt wie die Wettkämpfe im gesunden Zustand wohl werden würden.

Nach einem Jahr Pause ging es also wieder nach Finnland. Die Strecken kenne ich mittlerweile in- und auswendig. Sehr praktisch, da braucht man keine lange Eingewöhnungsphase.

Los ging es am 12.12. mit der Langlauf Mittelstrecke, sprich 5 km.

Nicht gerade meine Lieblingsstrecke. Dennoch hatte ich vom ersten Meter endlich wieder das Gefühl leistungsfähig zu sein. So viel Spaß bei einem Rennen habe ich lange nicht mehr verspürt. Heraus kam Platz vier, der Abstand nach vorne war für mich vollkommen ok.

Am darauffolgenden Tag kam die Langlauf Kurzstrecke (2,5km). Ein Format das wir nicht oft laufen. Aber aufgrund der Schneesituation war ein langer Langlauf nicht machbar. Unsere komplette Runde bestand eigentlich aus Kunstschnee. Auch wenn es drumherum winterlich aussah, viel Schnee lag nicht.

Auch hier habe ich mich recht spritzig gefühlt und es kam ein ordentlicher fünfter Platz heraus.

Nach einem Ruhetag begann die Biathlonsaison.

Als erstes war die Mitteldistanz an der Reihe. Ein für mich durchaus kurioser Wettkampf. Beim ersten von vier Schießeinlagen, fiel die erste Scheibe nicht. Logischerweise bin ich daraufhin in die Strafrunde abgebogen. Nur um dann auf der Strecke von meinem Trainer gesagt zu bekommen, dass es sich um einen technischen Defekt gehandelt hat und es doch ein Treffer war.

Also blieb ich doch fehlerfrei und bekam eine Zeitgutschrift für die unnötig gelaufene Strafrunde. Mit einem großen Abstand nach vorne und hinten kam ich aufs Podium hinter der Amerikanerin Kendall Gretsch und meiner Teamkollegin Andrea Eskau.

Am Sonntag den 16.12. ging ich beim Langlauf-Sprint an den Start.

Der Prolog war richtig gut, obwohl der Großteil der Strecke bergab geht, was für mich Fliegengewicht ein echter Nachteil ist. Im Halbfinale gab es eine persönliche Premiere, mit meiner chinesischen Konkurrentin kamen eir gemeinsam so eng über die Ziellinie, dass es ein Fotofinish gab. Leider reichte es für mich knapp um eine hundertstel Sekunde nicht.

Nach einem weiteren Ruhetag kam der Biathlon-Sprint. Diesmal musste ich berechtigt einmal in die Strafrunde. Kann passieren.

Der Letzte Wettkampf war ein Versuch eines neuen Formats. Ein Biathlon Massenstart. Auch über die Sprintdistanz mit dem Unterschied, dass alle Starter mit der gleichen Prozentzahl einer Startklasse zusammen loslaufen. Mit einem kalkulierten Vorsprung aus dem Rennen vom Vortag, starten die höher Behinderten zuerst. Ich war die einzige mit LW 10,5 daher, ging es für mich dennoch alleine los. Aber immerhin war ich die allererste Starterin dieses Formats.

Zum ersten Schießen kamen wir fast alle gemeinsam, was die Sache richtig cool gemacht hat. Nach dem ersten Schießen hatte ich die Führung, aber im Laufe der zweiten Runde wurde ich überholt und hatte keine Chance mehr an die vorne ranzukommen. Dafür war mein Zeitvorsprung zu knapp bemessen.

An sich ist die Idee dieses Rennens total super, aber die faire Umsetzung fast nicht machbar.

Alles in allem aber ein guter erster Weltcup. Nun geht es in die Weihnachtspause (trainiert wird natürlich trotzdem).

Und am 9.01. fliegen wir nach Östersund, Schweden, zum nächsten Weltcup.