Aktuelles

04.11.2019

Juhuuu, der Saisonauftakt ist geschafft. Am letzten Oktober Wochenende fanden in Oberhof die Deutschen Meisterschaften 2020 statt (ja, richtig gelesen: 2020).

Das erste Mal wurden diese in der Skihalle ausgetragen. Ein Versuch, der meiner Meinung nach vollauf geglückt ist. Denn meistens fanden die Meisterschaften im Januar statt, zu ungünstigen Terminen, zwischen Weltcups.

Aber so hatten wir Athleten die Chance vor dem Weltcupauftakt im Dezember schonmal einen Wettkampf zu absolvieren und können uns den restlichen Winter auf Weltcup und WM fokussieren.

In knapp 10 Tagen geht es nach Livigno zur Schneevorbereitung. Hoffentlich herrscht bis dahin tiefster Winter, damit wir die Loipen voll auskosten können!

 

05.10.2019

Endlich kommt mal wieder ein neues Update von mir!

Die letzten Wochen war ich sehr viel unterwegs.

Ende August ging es für drei Wochen in die USA zum Urlaub machen. Komischer Zeitpunkt für einen Wintersportler, allerdings glaube und hoffe ich, dass mir die Pause gutgetan hat.

Zwar werde ich jetzt ein paar Wochen brauchen, um meinen alten Trainingsstand wieder zu erlangen. Die Saisonhöhepunkte kommen aber erst zum Ende der Saison.

Was den Wettkampfkalender betrifft gibt es Neuigkeiten:

Wir haben einen zweiten Heimweltcup kommende Saison. Im Januar sind wir beim City Sprint des FIS Weltcups in Dresden dabei. Zum ersten Mal starten Sportler mit und ohne Behinderung am gleichen Wochenende am selben Ort. Nach Dresden geht es weiter Richtung Altenberg, dort finden dann auch Biathlonrennen statt.

Vergangene Woche durfte ich das geniale Herbstwetter in Livigno genießen. Der perfekte Ort um wieder in den Trainingsalltag zu finden.

03.08.2019

Herzlich Willkommen auf meiner neuen Homepage!
Inhaltlich bleibt Alles beim Alten, aber optisch gibt es ein komplett neues Design.
Ich arbeite von nun an mit einem anderen Programm, wie auch im Training muss man manchmal einen frischen Wind reinbringen!
ok.webhosting danke ich für die jahrelange, großzügige Unterstützung und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit!

Die Höhentrainigslehrgänge in Livigno sind jetzt erst einmal vorbei. Ich habe die Pässe Eira, Foscagno, Forcola di Livigno und das Stilfser Joch (siehe oben) unter die Skiroller genommen. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter und konnten unser vorgenommenes Programm durchziehen. Auch die Regeneration im tollen Schwimmbad unseres Hotels kam nicht zu kurz. Anschließend habe ich Ende Juli Leistungstests am Olympiastützpunkt Freiburg durchgeführt. Da war ich vor allem mit dem Laufbandtest sehr zufrieden. Darauf lässt sich aufbauen, wenn meine Arme, die gerade vom Krafttest etwas mitgenommen sind, wieder frisch werden. Zwischendurch war ich noch beim Zweitligastart des VfB Stuttgart live dabei und einen Tag darauf auf Einladung der Sportregion Stuttgart im Rahmen des Bundesliga-Brunchs beim Spiel Sonnenhof Großaspach – Kaiserslautern. Ich habe ein paar neue Bilder vom Livigno-Lehrgang eingestellt. Wenn’s was Neues gibt melde ich mich wieder. Bis dahin wünsche ich allen noch einen schönen Sommer!

 

Weltmeisterschaften Prince George/Kanada 15.02. – 24.02.2019
Am 12.02. sind wir in Prince George angekommen. Die Reise habe ich gut überstanden und gestern einen Teil der WM-Strecken inspiziert (Bild oben). Nach einer halben Stunde war dann meine Nase innen zugefroren und das Training für mich wieder beendet. Es ist derzeit in dieser Ecke von Kanada wirklich so kalt, wie es in den Nachrichten berichtet wird. Bis zum ersten Start am Samstag, 16.02., hat das Wetter ja noch ein wenig Zeit, die Temperaturen in Richtung einstelliger Minusgrade anzuheben. Das wird bereits meine fünfte WM – unglaublich! Am Sonntag und Montag starten dann die Langlaufwettbewerbe. Nach dem Ruhetag am Dienstag geht es Mittwoch und Donnerstag mit dem Biathlon-Sprint und dem über 12,5 Kilometer weiter. Ich werde vorraussichtlich bei allen Biathlon-Wettkämpfen starten. Welche Langlauf-Wettkämpfe ich bestreite, wird kurzfristig entschieden.

Am zweiten Wettkampftag (17.02.) bin ich beim Langlauf/Mittelstrecke gestartet. Die beiden Runden über jeweils 2,5 Kilometer liefen erstaunlich gut. Vom Wettkampf am Vortag hatte nur etwas schwere Arme, aber keine Schmerzen. Der Schnee war auch deutlich schneller als zuvor, da macht es gleich viel mehr Spaß. Wie erwartet waren vier Kolleginnen zu schnell für mich, weshalb im Ergebnis der fünfte Platz herauskam. Beim Langlauf-Sprint habe ich planmäßig pausiert – ich wäre zwar sehr gerne gestartet, aber die Vernunft hat gesiegt. Bei meinem Trainingszustand soll man es nicht übertreiben. Beim Biathlon-Sprint am Mittwoch habe ich am Schießstand endlich mal wieder alles getroffen. Allerdings ging mir in der dritten Runde etwas die Kraft aus. Mein derzeit üblicher vierter Platz war die logische Folge, nachdem sich die drei Dauerkarteninhaber für die Podiumsplätze auch keine Blöße gaben.

 

Weltcup Östersund 12.-19.01.2019
Schnellen Schrittes geht es Richtung Weltmeisterschaft in Kanada. Nun ist auch schon der zweite Weltcup der Saison Geschichte. Somit auch der letzte vor der WM in Prince George, Kanada.

Ich habe mich im Vorfeld sehr auf die Woche in Schweden gefreut. Schließlich kennt man den Schießstand und die Strecken aus dem Fernsehen von den nichtbehinderten Biathleten. Dort angekommen wurden die hohen Erwartungen aber gleich gedämpft. Es kam das Gefühl rüber, dass die Organisatoren nicht ganz wissen was sie tun. Die Strecken waren noch nicht präpariert bzw. standen noch nicht fest.

Dazu kam noch ein Wintersturm am Tag vor dem ersten Rennen. Sodass wir die Strecke erst am morgen vor der Langlauf Mittelstrecke anschauen konnten. Naja, ging ja allen Startern gleich. Der Shuttle Service zum Skistadion lief auch nicht wirklich reibungslos. Es gab einfach zu wenig Fahrzeuge. Glücklicherweise haben wir uns einen eigenen Autoschlüssel eines Shuttles ergattert und ihn auch die gesamte Zeit behalten.

Gewohnt haben wir direkt neben dem Flughafen Are/Östersund auf der Frösön Halbinsel. Lustige Lage und da das Hotel dicke Fenster hat, auch kein Problem. Viel Zeit, um Östersund anzuschauen, hatten wir leider auch nicht. Daher gab es außer einem Kurztrip in den Supermarkt keine weiteren Sightseeing-Touren. Sehr schade, da die Umgebung doch Lust auf Erkundungstouren gemacht hat.

Aber zurück zum sportlichen: Die Runde war ziemlich anspruchsvoll, besonders aufgrund der Präparation, die zum Teil abenteuerlich war. Von Tag zu Tag aber besser wurde. Um läuferisch etwas von meinem Rückstand aufzuholen bin ich gerade dabei etwas an meiner Lauftechnik zu ändern. Bin allerdings noch in den Anfangsstadien des Versuchs. Dennoch bin ich den Biathlonsprint mit kürzeren Stöcken angegangen. War jetzt im Nachhinein nicht die beste Entscheidung, da ich mir dabei meine Unterarme völlig kaputt gemacht habe. Das Rennen war noch gut, mit einem Schießfehler war mein Abstand zu den sehr starken amerikanischen Ladies auch ok. Im Ergebnis stand dann der vierte Platz.

Am nächsten Tag beim Langlauf Sprint ging jedoch gar nix mehr. Nach dem Prolog bin ich im Halbfinale nicht mehr gestartet und auch den langen Biathlon habe ich ausgelassen. Nun bin ich dabei meine Arme so schnell wie möglich wieder fit zu bekommen, um im WM Vorbereitungstrainingslager in Livigno nächste Woche wieder vernünftig trainieren zu können.

 
WC Vuokatti 12.12.-19.12.2018
Endlich hat die neue Saison begonnen!
Die Spannung und Vorfreude auf den ersten Weltcup im finnischen Vuokatti waren bei mir sehr groß.

Nach der letzten doch sehr verkorksten Saison, war ich sehr gespannt wie die Wettkämpfe im gesunden Zustand wohl werden würden.

Nach einem Jahr Pause ging es also wieder nach Finnland. Die Strecken kenne ich mittlerweile in- und auswendig. Sehr praktisch, da braucht man keine lange Eingewöhnungsphase.

Los ging es am 12.12. mit der Langlauf Mittelstrecke, sprich 5 km.

Nicht gerade meine Lieblingsstrecke. Dennoch hatte ich vom ersten Meter endlich wieder das Gefühl leistungsfähig zu sein. So viel Spaß bei einem Rennen habe ich lange nicht mehr verspürt. Heraus kam Platz vier, der Abstand nach vorne war für mich vollkommen ok.

Am darauffolgenden Tag kam die Langlauf Kurzstrecke (2,5km). Ein Format das wir nicht oft laufen. Aber aufgrund der Schneesituation war ein langer Langlauf nicht machbar. Unsere komplette Runde bestand eigentlich aus Kunstschnee. Auch wenn es drumherum winterlich aussah, viel Schnee lag nicht.

Auch hier habe ich mich recht spritzig gefühlt und es kam ein ordentlicher fünfter Platz heraus.

Nach einem Ruhetag begann die Biathlonsaison.

Als erstes war die Mitteldistanz an der Reihe. Ein für mich durchaus kurioser Wettkampf. Beim ersten von vier Schießeinlagen, fiel die erste Scheibe nicht. Logischerweise bin ich daraufhin in die Strafrunde abgebogen. Nur um dann auf der Strecke von meinem Trainer gesagt zu bekommen, dass es sich um einen technischen Defekt gehandelt hat und es doch ein Treffer war.

Also blieb ich doch fehlerfrei und bekam eine Zeitgutschrift für die unnötig gelaufene Strafrunde. Mit einem großen Abstand nach vorne und hinten kam ich aufs Podium hinter der Amerikanerin Kendall Gretsch und meiner Teamkollegin Andrea Eskau.

Am Sonntag den 16.12. ging ich beim Langlauf-Sprint an den Start.

Der Prolog war richtig gut, obwohl der Großteil der Strecke bergab geht, was für mich Fliegengewicht ein echter Nachteil ist. Im Halbfinale gab es eine persönliche Premiere, mit meiner chinesischen Konkurrentin kamen eir gemeinsam so eng über die Ziellinie, dass es ein Fotofinish gab. Leider reichte es für mich knapp um eine hundertstel Sekunde nicht.

Nach einem weiteren Ruhetag kam der Biathlon-Sprint. Diesmal musste ich berechtigt einmal in die Strafrunde. Kann passieren.

Der Letzte Wettkampf war ein Versuch eines neuen Formats. Ein Biathlon Massenstart. Auch über die Sprintdistanz mit dem Unterschied, dass alle Starter mit der gleichen Prozentzahl einer Startklasse zusammen loslaufen. Mit einem kalkulierten Vorsprung aus dem Rennen vom Vortag, starten die höher Behinderten zuerst. Ich war die einzige mit LW 10,5 daher, ging es für mich dennoch alleine los. Aber immerhin war ich die allererste Starterin dieses Formats.

Zum ersten Schießen kamen wir fast alle gemeinsam, was die Sache richtig cool gemacht hat. Nach dem ersten Schießen hatte ich die Führung, aber im Laufe der zweiten Runde wurde ich überholt und hatte keine Chance mehr an die vorne ranzukommen. Dafür war mein Zeitvorsprung zu knapp bemessen.

An sich ist die Idee dieses Rennens total super, aber die faire Umsetzung fast nicht machbar.

Alles in allem aber ein guter erster Weltcup. Nun geht es in die Weihnachtspause (trainiert wird natürlich trotzdem).

Und am 9.01. fliegen wir nach Östersund, Schweden, zum nächsten Weltcup.